her,
Personalpron.
›er‹.
Nrddt. u. md.; frühes und mittlerers Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (Pron.), (Pron.).

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
270
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Wen her [Johannes] waz vor den besten | Gevestent mit hantvesten | An herzen und an sinnen | Der gotlichen minnen.
Luther, WA
14, 142, 28
(
1523
/
24
):
Wu Gott nit sonderliche gnade gibt, ßo muß ein hehr ein hehr bleiben, ein sie ein sie, das ist das herczeleidt und jammer am leibe.
Mendthal, Geom. Culm.
41, 21
(Hs. ˹
preuß.
,
A. 15. Jh.
˺):
das kan ouch nymant getun, her kunne denne dy algarismos.
Joachim, Marienb. Tresslerb.
489, 11
(
preuß.
,
1408
):
Item 1 fird. Foͤsen dem muwerer gegeben zerunge, als her ken Kyschaw reyt, am frytage vor Johannis Baptiste, als her dye danczke muwern solde.
Röhrich u. a., Cod. Dipl. Warm.
4, 465, 5
(
omd.
,
1432
):
Das bier, mete und toffilbier sal her von unsern burgern czu seyner vorschengkunge keuffen.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
686, 31
(
thür.
,
1421
):
do liess her mit konigk Karlen tedingen, her wolde om das reich uff lassen.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
19, 24
(
thür.
,
1474
):
da habe her by ir etwaz entzcaben, unde sye sy dardurch zcu frü gekommen unde eyns kindes vorfallen eher der rechten zcyt.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
2, 19
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
do gab her yn czwu guldyne tofiln, do stunt ane geschrebin das si soldin vry sin.
Behrend, Magd. Fragen
194, 16
(
omd.
,
um 1400
):
Bekennet her des vor gehegetem dinge, her busset dorumb syne hant.
Rechn. Hermannst.
369, 14
(
siebenb.
,
1503
):
Item mer hat man ym gegeben, das her das hawslein hat gemacht dort inden flor. 0 den 25.
Helm, a. a. O.
10098
;
Chron. Magdeb.
2, 204, 7
;
Ziesemer, Marienb. Konventsb.
88, 20
;
283, 2
;
Große, Schwabensp.
92a, 37
;
Burkhardt, UB Arnstadt
99, 4
;
Neumann, Rothe. Keuschh.
3960
;
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Joh.
15, 2
; Mt.
1, 19
;
Ukena, Kremsm. Sp.
41
;
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica
429
.
Vgl. ferner s. v.  10.