heimlichen,
V.
1.
›sich jm. vertrauensvoll zuwenden‹; im religösen Sinn: ›das Leben im Vertrauen auf die göttliche Gnade führen‹; von Gott auch: ›jm. die göttliche Gnade bringen‹;
zu  4.

Belegblock:

Rieder, St. Georg. Pred.
8, 25
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
dú zehend [gnad] ist daz sich der mentsch Gott haimlichet und Got sich gegen im vroͤwet.
Ebd.
73, 11
:
da bi sint bezaichent die saͤlgen lúte die mit gantzen tugenden ir leben hainlichent mit siner gnade.
Ebd.
330, 7
:
daz waz wol dú obrost ere dú ie wart, daz sich Got zuͦ ir also hainlichet.
2.
›sich jm. (einer Frau) in der Absicht geschlechtlicher Liebe nähern; zudringlich werden‹;
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Nicod.
350
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
mich wil der heimlichen | der nach dir ist gebildet | und als ein tier vorwildet | von etlicher gezeme.