heidentum,
der
, auch
das
.
1.
›vorchristliche oder vom Christentum abweichende religiöse Vorstellungen und Sitten‹; zu (
der
).
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3, .

Belegblock:

Heidegger. Mythoscopia
35, 7
(
Zürich
1698
):
dero [der Frantzoͤsischen Nation] Provincial-Poeten [...] dises Studium auß dem Heydenthum behalten / und anderen Nationen [...] eingefloͤßt.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
109, 1
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Künig Karel von allen dingen was nicht begirdiger zu tuen, dann zu beschützen die cristenlichen kirchen und zu meren den heiligen glauben Cristi und abzetilgen den verdampten haidentumb.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
861, 4
.
2.
›Anhänger vom (orthodoxen) Christentum abweichender religiöser Vorstellungen; Sektierer‹; metonymisch zu 1.

Belegblock:

Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
80, 2
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Als Karolomannus disen hochen sig und triumph erstritten hett, das betrüebte allen haidentumb in Sachsen, Behaim, vnd was von irer segk was.