hausierer,
der
.
– Gehäuft obd.; meist Rechts- und Wirtschaftstexte.
1.
›von Haus zu Haus ziehender und Waren (oder Dienstleistungen) zum Kauf anbietender Händler‹;

Belegblock:

Rennefahrt, Zivilr. Bern
310, 6
(
halem.
,
1612
):
Was die husierer syent, gibt das woͤrtlin selbs zuͦverstan, daß es namlich die, welche hin und wider im land umbher von eim huß zum andern züchend, ihre wahre feyl piettend und den lüten ynschwaͤtzend, kein blybenden sitz noch burgrecht habend, und ihre herbergen nit in offnen tavernen, sonders sonderbaren hüseren nemmend.
Müller, Nördl. Stadtr.
321, 29
(
schwäb.
,
1522
):
doch mag ain iegklicher hausierer allerlai ausserhalben gedachten zweier wochenmarkte wol darmit zu offem markt steen.
Straus, Juden Regensb.
1039, 152
(
oobd.
,
1519
):
Ainem hausirer auf 1 gelben rogk ainfechtig und rotl in ainer schachtl darzue 24 cr.
Goedeke, Fischart Flöh Haz / Friden
82
;
Wopfner, Bauernkr. Tirol
40, 30
;
Rennefahrt, a. a. O.
320, 11
.
Vgl. ferner s. v.  1.
2.
›Vagabund, Landstreicher‹;

Belegblock:

Siegel u. a., Salzb. Taid.
209, 29
(
smoobd.
,
1565
):
Der stërzer und haussierer, die sich lantsknecht nennen und selten oder nimer in krieg kumen [...], die von der strassen zu den törfern auch auf die perg zu ain heussern straifen und lassen sich nit benuegen, was man innen mit lieb gibt.