hausherre,
der
;
-en/-en
.
1.
›Hausbesitzer, Vermieter‹;
vgl.  12.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2, (
der
),  1,  4.

Belegblock:

Ermisch, Freib. Stadtr.
31, 3
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
der husherre klage also: „Her richter, ich klage uch zu dem manne, daz he in mime huse ist mit mir in minen vir wenden wider minen willen“.
Winter, Nöst. Weist.
3, 771, 22
(
moobd.
,
1484
, Hs. 
1535
):
ain hausherr mag seinen inman außtreibn in vill sachen: von erst wan im der inman am haus schadn thuet.
Mayer, Folz. Meisterl.
7, 50
;
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
120, 41
;
Rwb
5, 426
 f.
2.
›Familienoberhaupt; Haushaltsvorsteher‹; auch ütr. auf Gott als Oberhaupt aller Christen;
vgl.  46.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  1,  1,  2.

Belegblock:

Maaler
214v
(
Zürich
1561
):
Haußherr / Der meister in dem hauß. Herus.
Reithmeier, B. v. Chiemsee
35, 8
(
München
1528
):
Wann aber freyer wil als hawszherr seinen feind somitem nit ausztreibt.
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
4, 2
;
Stambaugh, Friederich. Saufft.
11, 11
.
3.
›Schutzheiliger, Kirchenpatron‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2,  2,  7, ,  2.
Wortbildungen:
hausherrin
.

Belegblock:

Müller, Alte Landsch. St. Gallen
263, 13
(
halem.
,
1459
):
unser und aller trüwer gotzhuslüten husheren und vätter, sant Gallen und sant Othmarn.
Merz, Urk. Bremgarten
415, 4
(
halem.
,
1460
):
in der Pfarrkirche, dero sancta Maria Magdalena hußherrin ist.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
251, 24
(
halem.
,
1487
):
alles opfer und dritt teil so uffgenomen wuͥrt mit der patenen an der kilchen buw uff die kilchwyhe oder des hußheren tage.
Rennefahrt, Wirtsch. Bern
110, 27
;
Bad. Wb.
2, 582
.
4.
›Verwalter eines (städtischen) Kaufhauses‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3.

Belegblock:

Rwb
5, 427
(a. 
1451
).