handfesten,
V.
1.
›jn. festnehmen‹;
zu  1.
Gegensätze:
laufen lassen
; vgl.  5,  6,  16,  9.
Wortbildungen:
handfestung
2.

Belegblock:

Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1445
):
wo ainer begriffen wurd in der freiung mit unerbern sachen, [...], und den hantgefest hiet, den sol der benant ambtman innemmen.
Ebd. (
16. Jh.
):
Wan das gericht [...] zu handhabung des grichts [...], auch zu handvestung feindlicher leit ein berueft.
Siegel u. a., Salzb. Taid. ;
Winter, Nöst. Weist. ;
Bischoff a. a. O. ; ;
2.
›etw. bestätigen und dadurch fortbestehen lassen; jn. in seinen Rechten schützen; etw. (z. B. Besitz) behalten‹;
vgl.  2.
Gegensätze:
 10, .
Wortbildungen:
handfestung
3.

Belegblock:

Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl. (
mosfrk.
,
1538
):
nit deß willens oder vornemenß, einichen alten rechten gebruich oder herkomenß zue smaelen oder zu nemen, dan sins vermoegens darbi wie recht zu handfesten und behalten.
Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
um 1490
):
ind Gerit sine steine zo Santen hait laissen voeren, des sich na sinre hantfestongen ind geloefden u. g. gedain, [...] so niet geburt hait.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
wann wil er [hertzog Maximilian] seine lanndt, darzw er geheyradt hat, hanntvesten, das ververt seine erblanndt an hilff.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1586
):
dorauf sie diesse hernach geschriebene puncten angezaigt und [...] vorthin sie doruber zu schützen und hantzuvesten.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß ;