handbüchse,
die
;
–/-n
.
›Gewehr, Büchse, Feuergewehr (zum Schießen aus freier Hand)‹;
vgl.  5.
Bedeutungsverwandte:
 1, , .
Syntagmen:
eine h. haben; mit h. gerüstet sein, sich mit h. zurichten, mit der h. nach etw. schiessen, jn. mit der h. schiessen; die h. mit
[einer Anzahl, z. B.
38
]
kamern
.
Wortbildungen:
handbüchsenmodel
›Kugelform für Handbüchsen‹,
handbüchsenpulfer
,
hand(büchsen)schütze
.

Belegblock:

Neubauer, Kriegsb. Seldeneck
117, 21
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
vill besser wer es, das die verlornen schuczenn vorgenant alle hetten hanttbuchsenn.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1449
/
50
):
so füret man dohin bei 100 (℔) gutz hantpüchsenpulvers und bei 2000 hauspfeilen.
do schickten wir Ditzen Wirt, den hantbüchsenschützen gein Greffenberg.
Baumann, Bauernkr. Rotenb. (
nobd.
,
n. 1525
):
wol gerust mit ewern veldgeschoß, raißwegen, auch handbuchsen, langen spiessen und hellenparten.
V. Anshelm. Berner Chron. (
halem.
,
n. 1529
):
nachdem si von 8000 der vienden hantschuͤtzen einen abkêr genommen [...] hattend.
Zingerle, Inventare (
tir.
/
vorarlb.
1485
):
In dem ain kastn sechsvndzwainczig geuast messein hanndpuchsnmödl.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Do wardt herr Erasmus mit ainer hanndtpuchsen durch ain venster erschossen.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
118, 37
;
147, 10
;
148, 21
;
ders., Marienb. Ämterb.
159, 27
;
Rechn. Kronstadt
3, 66, 4
;
Schmitt, Ordo rerum
276, 34
;
Vorarlb. Wb.
1, 1314
.
Vgl. ferner s. v. .