haben,
V.,
unr.; zur Formenvielfalt und zu formalen sowie semantischen Berührungen (vor allem unter 15 und 16) mit
heben
s. Schwäb. Wb.
3, 979
 f., Schweiz. Id.
2, 870
; 889 f.; Dwb
4, 2, 45
 f.; semantische Berührung besteht wohl auch zu
halten
(vgl. Pos. 11; 18; 21; 26). Das Wort hat als Näheausdruck ein außerordentlich komplexes und schwer gliederbares Bedeutungsfeld; entsprechend vielfältig und teilweise außerhalb der Regelgrammatik ist die Syntax (dazu Ágel, Valenzlexikon.
1988, 193
 ff.); hoher Anteil an Phrasemen, diese möglicherweise durch entsprechende lat. Wendungen motiviert; vgl. dazu vor allem Maaler
203v
 f.; 213r. – 1-9 durch ,besitzen‘ und daran anschließbare tropische Verwendungen gekennzeichnet; 11 und 12 mit Tendenz zur Grammatikalisierung in Richtung auf Funktionsadjektiv- oder Funktionsverbgefüge; 13-18 zusammengestellt über das Merkmal ,halten‘ und zugehörige Tropen; 19-27 ist trotz teils dichter Belegung und semantisch sicherer Deutbarkeit mehr oder weniger isoliert; 28 Hilfsverbgebrauch; 29 schwer zuzuordnende Phraseme.
1.
›etw. (sehr unterschiedliche konkrete Bezugsobjekte, Bewegliches und Unbewegliches) haben, besitzen, inne haben; etw. behalten; etw. als Besitz in Gebrauch, Nutzung haben; etw. als Besitz mit sich führen; etw. (Kleider) tragen‹.
Phraseme:
an jm. haben
›Anlieger sein‹;
die fülle aller dinge haben
.
Bedeutungsverwandte:
 5.
Gegensätze:
.
Syntagmen:
brot / fische / gewand / geld / silber / speise / wasser, einen esel / garten / napf / schacht, den diebstal
›Diebesgut‹,
eine herberge / pfründe / wiese, ein erbe / feld / gut / herzogtum / ros h., etw
. (z. B.
ein messer, papier, tinte
)
bei sich h., ein kleid von etw. h., etw
. (z. B.
ein insiegel
)
zu gewalt h., etw
. (z. B.
ein gut
)
ledig / los h
.;
zu reiten h
. ›im Besitz eines Pferdes sein‹,
zu geben h.
›vermögend sein‹.
Wortbildungen:
2
haber
1 ›Inhaber, Besitzer‹ (a. 1592),
habung
1.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft. Mt.
3, 4
(
Wittenb.
1545
):
Johannes hatte ein Kleid von Kameelharen / vnd einen leddern Gürtel vmb seine lenden.
Große, Schwabensp.
138a, 19
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Moyses, do solt vns daz lant deilen, dar wer in solen comen, Also daz duͦ eyme also vele geuest, als her dort hette.
Chron. Köln
1, 82, 16
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Dar zo wilt hain myn here | seis dusent marck.
Stambaugh, Milichius. Zaubert.
16, 5
(
Frankf./M.
1563
):
auff daß sie aller ding gnuͦg und die fuͤlle hetten.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Lk.
9, 13
(
osächs.
,
1343
):
Wir habin nicht mêr wan funf brôt.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
20, 31
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
was scheuzlich ist, das ist leidenlich zu haben, wann es mißfellet allen leuten.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 120, 10
(
Bautzen
1567
):
Hastu denn sonst kein herberg hie.
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica
508
(
schles. inseldt.
,
1473
):
das [erbe] do Steffen Kÿttlicz hot vnd helt.
Vetter, Pred. Taulers
146, 5
(
els.
,
1359
):
wie es im [herre] geviele in allen wisen, in habende, in darbende.
Eichler, Ruusbr. obd. Brul.
2, 730
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Alse der mensche [...] in verkaltheit vellet, so ladet er bi wilen daz wasser, daz ist eine neigunge vssewendiger habungen irdenscher dinge.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 271, 2
(
Hagenau
1534
):
Laß yhn reden was er will / er hatt darumb nicht was er will.
Maaler
203r
(
Zürich
1561
):
Habs für dich. Tene tibi.
Ebd.
203v
:
Haben / Han / Behalten. Habere.
Ebd.
213r
:
Er Hat wol zegaͤben.
Chron. Augsb.
9, 92, 2
(
schwäb.
,
1544
/
5
):
ain messer, so sie haimlich bei ir gehapt.
Bastian, Runtingerb.
2, 5, 5
(
oobd.
,
1386
):
allez gelt, daz ich noch an weraitschaͤft pey meinem herrn han.
Ebd.
2, 147, 32
(
1402
):
Der Chienberger hat fuͤrkeben, er hab weder silber noch gewegens gehapt.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
150, 25
(
moobd.
,
1478
/
81
):
alle, die nur zu reiten hetten, sprungen auf ire behende pferd.
Ebd.
173, 27
:
der het auch zu gewalt des künigs Mayestat insigel.
Klein, Oswald
9, 35
(
oobd.
,
1421
?):
Hatt ainer güt, zwar des bedarf er hüten, | ie grösser er, ie merer toben und wüten.
Ebd.
11, 18
(
1416
?):
so hab wir doch nicht mer, | neur klaine speis und swachs gewand.
Moscouia D
2r, 3
(
Wien
1557
):
die so meer dann ain Hertzogthumb vndter jnen haben.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
37, 2
(
smoobd.
,
1625
):
Welcher ein krautgarten [...] oder besonder felt hate, solle daß wie sein cammer fridten.
Ebd.
57, 15
(
17. Jh.
):
das er albeg ligen laß drei schuech, hevor seines grunds, ratraum seinem nachtbarn, der an ime hat.
v. Maren, Marquard. Ausgabe
141, 20
(
Venedig
1483
):
So werdent die wunden verhaͤilet do mit sich der mensch hat versniten in habung zeitlicher ding.
Rechn. Kronstadt
2, 285, 44
(
siebenb.
,
1532
/
4
):
der Loasz hath gehath 42 pferth vnd eczlich wegen.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
4216
;
Dat nuwe Boych
426, 17
;
Froning, Alsf. Passionssp.
1329
;
Perez, Dietzin
1, 130, 11
;
Kohler u. a., Bamb. Halsger.
52, 4
;
Vetter, a. a. O.
36, 30
;
69, 10
;
264, 30
;
Morgan u. a., MHG. Transl. Summa
288, 18
;
Heydn. maister
39r, 17
;
Chron. Augsb.
1, 68, 7
;
Barack, Zim. Chron.
2, 460, 29
;
Bastian, a. a. O.
2, 112, 15
;
300, 28
;
364, 29
;
Piirainen, Stadtr. Sillein
35a, 18
;
ders., Stadtr. Kremnitz
16
;
Schweiz. Id.
2, 926
;
Rwb
4, 1365
 f.
Vgl. ferner s. v.  2,  3,  2.
2.
›etw. (als Besitz gedachte abstrakte Bezugsgegenstände unterschiedlichster Art) haben, besitzen, über sie verfügen; etw. behalten‹.
Phraseme:
wunsches gewalt haben
;
die obhand haben
.
Bedeutungsverwandte:
 5.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
den geist / nutzen / schaden / spot, ein ampt, einen anhang / namen, die schrift, das regiment, befel / gelegenheit / frieden / gnade / kunst / leben / macht / tugend / vernunft / wesen / zeit, die augen
›das Augenlicht‹ /
freiheiten / privilegien
)
h., js. huld h., die sonne h
. ›in der Sonne liegen (von Anbauflächen)‹,
ein liecht in sich h., den weg in seiner hand h.
,
werk / form an sich h., die sinne nicht wol h
.

Belegblock:

Luther, WA
30, 3, 352, 15
(
1531
):
lestert getrost, lieben Bapstesel, weil jhr zeit hat, Es wird bald anders werden.
Pfefferl, Weigel. Ges.
43, 9
(
Hamburg
1646
):
Viel haben die schrifft, sie haben darumb den geist nicht, vnd viel haben den geist, ob sie gleich nicht schrift haben.
Ettmüller, Heinr. v. Meißen
12, 3, 6
(
md.
, Hss.
14.
/
15. Jh.
):
dem dù vriuntschaft erzeigen wilt, den dunket, er hab wunsches gwalt.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
1055
(
mrhein.
,
um 1335
):
Do von salt duͦ disen henken lan, | wilt du des keysers hulde han.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
152, 16
(
rhfrk.
,
um 1435
):
wer den schaden hat der sol ouch den spot darzü han.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
1, 10
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
alles, das leben und wesen hat, sei euch unhold.
Strauch, Par. anime int.
82, 1
(
thür.
,
14. Jh.
):
selikeit ist ein inphahin und ein innemen und ein habin des ubersten und des leistin gudis.
Jostes, Eckhart
60, 16
(
14. Jh.
):
Si [sele] enhat do weder werk noch forme noch sein an haben, si hat ez aber an wesen.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
209
(
Nürnb.
1517
):
Dergestalt haben wir einerlei gezüng.
Ott-Voigtländer, Rezeptar
204r, 1
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1400
˺):
Wer siech ist in / dem hopt: [...] mag nit guͦter stimme haͮn.
Morgan u. a., MHG. Transl. Summa
20, 6
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
diz geschehen ist von dekeiner vorgeganner verdiente. Niht daz es si etwaz habender gnade.
Boos, UB Aarau
43, 39
(
halem.
,
1332
):
daz dú egenanten vro Greta [...] allú dú rehter und núzze [...] niessen, besitzen und haben sol fúr ein reht phant.
Ebd.
236, 34
(
1415
):
ze beliben by allen [...] privilegyen und guͦten alten gewonheiten, die sy [...] gehebt 8...] hant.
Sappler, H. Kaufringer
25, 109
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
der wüett und tobt zuo aller frist | und hat nicht wol die sinne sein.
Löffler, Columella/Österreicher
2, 289, 6
(
schwäb.
,
1491
):
an der statt [...], die dien gantzen tag die sonnen haut.
Kohler, Ickelsamer. Gram.
10, 26
(wohl ˹
Augsb.
1. Dr. 16. Jh.
˺):
Also hetten wir acht laut buchstaben.
Chron. Augsb.
8, 131, 10
(
schwäb.
, zu
1561
):
und haben die euangelischen die obhand.
Ebd.
178,
Anm. 1 (
1562
):
ain e. rat in crafft habender seiner obrigkait und vermög kay. freihaiten.
Luther, WA
41, 340, 15
;
Ettmüller, a. a. O.
282, 17
;
Froning, Alsf. Passionssp.
6386
;
Anderson u. a., Flugschrr.
15, 7, 6
;
v. d. Lee, M. v. Weida. Spigell
38, 9
;
Stackmann u. a., Frauenlob
1, 16, 7
;
Langen, Myst. Leben
202, 3
;
Reichert, Gesamtausl. Messe
27, 20
;
Goldammer, Paracelsus
6, 186, 12
;
Fuchs, Murner. Geuchmat
64
;
Chron. Augsb.
1, 172, 16
;
7, 65, 3
;
9, 50, 11
;
Klein, Oswald
115, 13
;
Bauer, Imitatio Haller
49, 21
;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
30, 19
;
Maaler
203v
.
3.
›jn. unter Gewaltanwendung festhalten, festsetzen, festnehmen; jn. rechtlich zur Verantwortung ziehen; sich js. bemächtigen; jn. zur Frau nehmen‹.

Belegblock:

Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
710
(
mrhein.
,
um 1335
):
horent mich, ir stolzen knaben, | den (ich) kussen, den sullent ir haben.
Karnein, Salm. u. Morolf
430, 3
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
ich wil mir selber haben die kunigin | alle die wile ich han das leben.
Barack, Teufels Netz
13376
(
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Die fræssigen und die gitigen | Die tuon ich gar gern hen.
Winter, Nöst. Weist.
2, 464, 12
(
moobd.
,
15. Jh.
):
wan ein dieb alhier gefangen wird, dem solle man haben biß am den dritten tag.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
510, 42
(
m/soobd.
,
1515
):
ob er aber solhem [...] nicht nachkäm, [...], so wird ich euch, als die pürgen, umb solhs ansprechen und euch darfür haben.
Chron. Augsb.
1, 125, 10
;
Seemüller, Chron.
95
Herrsch. 143, 30;
Schwäb. Wb.
3, 981
.
4.
›etw. (meist Konkretes, oft Geld) erlangen, einnehmen, einziehen, entgegennehmen; etw. erhalten; jn. entgegennehmen‹; auch: ›jn. empfangen‹.
Phraseme:
hab dirs
›nimm Dirs‹;
huld um den schaden haben
›Entschädigung erhalten‹.
Syntagmen:
gut / lob, ein opfer / pfand, ein weib, eine krone / mark, seinen lon, die arzetung
›Arznei‹
h., den glauben von jm. h. wollen
.
Wortbildungen:
habend
3.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft. 1. Mose
12, 19
(
Wittenb.
1545
):
Da hastu dein weib / [...] zeuch hin.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
912
(
mrhein.
,
um 1335
):
Ir sollent zwenzig marg han, | wollent irn bit flize vnderstan.
Barack, Teufels Netz
9030
(
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Ain jud lich ain pfund umb zwen, | Da wil diser [koufflüt orden] dri oder vier von hen.
Haas u. a., Erasmus/Jud. Klag
18, 19
(
Zürich
1521
):
so hannd die boͤsen geist zwey opffer / so der / d’ da zuͦ tod schlecht / vñ der zuͦ tod geschlage͂ würt.
Maaler
203r
(
Zürich
1561
):
Hab dirs / Nim͂s für dich hin. habe tibi.
Chron. Augsb.
2, 7, 27
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
kaiser Karl [...] hett ain groß vordrung an sie [reichstette] und wolt groß guet von in han.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
23, 24
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Esyona gepar den myndern Priamum; ettlich wellen sy hab in gehabt bey Priamo.
Mell u. a., Steir. Taid.
23, 22
(
m/soobd.
,
1568
):
das si [...] in grosse, unerschwingliche schulden kumben und bei iren habunden lonen umb solcher unerschwinglichen staigerungen wegen nit besteen mugen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
153, 33
(
m/soobd.
,
1573
):
Phantrecht ist das man [...] das viech, obs einthan wär warn, lödig lass und umb den schaden hult hab.
Schützeichel, a. a. O.
1262
;
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
126, 21
;
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
24, 27
;
Böhme, Morg. R.
14, 15
;
Sappler, H. Kaufringer
2, 224
;
Wackernell, Adt. Passionssp. St.
2, 1852
.
Vgl. ferner s. v. .
5.
›etw. tragen, haben‹, andeutungsweise im Sinne der Teil-Ganzes-Beziehung.
Phraseme:
harten kopf haben
.

Belegblock:

Luther, WA
32, 339, 29
(
1530
; Dr. 
1532
):
so harten kopff sollen sie nicht haben, wir wollen noch hertern haben.
Stackmann u. a., Frauenlob
5, 23, 2
(Hs. ˹
md.
auf nd. Grundlage,
v. M. 14. Jh.
˺):
vil ofte heit | ein edeler boum valwe este.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
726
(
rib.
,
1444
):
we wale du horner drais | De du umb des gerichtz wille hais.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
96, 10
(
Frankf.
1535
):
an dem leib wo du wilt kein hare haben.
Bastian, Runtingerb.
2, 249, 22
(
oobd.
,
1392
):
alt Meigsner, di die praiten chraucz habent.
6.
got / Christum haben
gebraucht für die in
abgescheidenheit
sich vollziehende
unio mystica
mit Gott, nur ansatzweise als Besitz-, Habenverhältnis gedacht, eher als Zustand mystischer Einswerdung mit Gott; auch mit charakterisierendem Verb, z. B.
Christum in sich leben haben
(s. auch Dietz, Wb. Luther
2, 198
).
Texte religiösen Inhalts; älteres und mittleres Frnhd.
Wortbildungen:
habung
2.

Belegblock:

Quint, Eckharts Trakt.
205, 1
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
War ane liget nû diz wâre haben gotes, daz man in wærlîche habe.
Jostes, Eckhart
93, 20
(
14. Jh.
):
als lang als di sele got hat und got bekent und got weiz, so ist si verre von got.
Sermon Thauleri
7va, 7
(
Leipzig
1498
):
Der mich [crist’] auch wil haben. der muß sich sein selbs vortzeihen.
Morgan u. a., MHG. Transl. Summa
153, 5
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
etwenne so ist ez im müglich zegewinnen, aber ez ist erhaben über die müglichi dez gewinnenden, also daz er ez nicht zehant mag gehaben. Unde daz ist die habunge dez, der da zuoversiht hat zuo dem, dar zuo er zuoversicht hat, unde des habunge machet alleine ende der suochunge.
Bauer, Imitatio Haller
44, 1
(
tir.
,
1466
):
wand hast du Kchristum, so pist du reich vnd gewinnest ain wenuegen.
Quint, a. a. O.
200, 9
;
Morgan u. a., a. a. O.
287
.
7.
›mit etw. behaftet, von etw. betroffen, befallen sein‹.
Phraseme
(als Fluch): z. B.
hab dir(s) gicht
;
habt euch mein drek
.
Syntagmen:
einen feil
›Fehl‹
/ flus, den klapperzan, einen flüssigen kopf, spinnen, eine krankheit, fieber, das kaltwe, grimmen h., sich krieg / zwietracht h., sich mit bürden h
.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft. 3. Mose
15, 2
(
Wittenb.
1545
):
Wenn ein Man an seinem fleisch einen flus hat
[Eck
1537
:
der leidt des samenfluß
].
Frantzen u. a., Kölner Schwankb.
2, 101
(
Köln
um 1490
):
Dat du koemps in eyn stat kalt und nat, | Und hais dairzo den clappertzant.
Beckers, Bauernpr.
56, 18
(
Köln
1515
/
18
):
sneyd eyn [eicheppell] vp / haint sy spynnen. so kompt eyn boeß jair.
Sachs
3, 11, 13
(
Nürnb.
1530
):
Se, hab dir die putz-pirn ein weyl!
Ebd.
14, 53, 6
(
1549
):
Laß mich unkheit und hab dirs gicht!
Schülke, Geistl. Gemahelsch.
3376
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
[die lewt] hatten sich mit so sweren pürden, | daz sy mit sampt den fallunt würden.
Bastian, Runtingerb.
2, 23, 41
(
oobd.
,
1382
):
ich han ain fluͤzzigen chopf, da gehoͤrnt haisew dinch zu.
Kummer, Erlauer Sp.
4, 295
(
m/soobd.
,
1400
/
40
):
her teufl, habt euch mein drekch!
Maaler
203r
;
Dietz, Wb. Luther
2, 198
.
8.
›jn. (z. B. als Ehemann) haben, zu jm. in einem bestimmten, im einzelnen sehr unterschiedlichen sozialen Verhältnis, z. B. in einer Verwandtschafts-, Ehe-, Rechts-, Wirtschafts-, Herrschaftsbeziehung stehen; jn. wo (z. B.
bei sich
) / in einer bestimmten Funktion haben‹; von Vieh: ›( Junge) haben‹; in der Regel als kooperative, vereinzelt als feindliche Beziehung konzipiert, teils ist die Besitzbeziehung impliziert (mit dieser Nuance anschließbar an 1).
Phraseme:
jn. [die fraue] an im
(refl.)
haben
›eine außereheliche Beziehung mit jm. haben‹.
Syntagmen:
einen anherren / feind / keiser / knecht / knappen / man / meister / son, eine tochter, ein kind / weib h., jn. zu (einem) gesellen / weib h., jn. bei sich h., jn. in der hochzeit h., tausend man unter im h., nicht bürgen h.; des königs, der mutter h
.,
js. nicht h. wollen
.
Wortbildungen:
habend
4.

Belegblock:

Mannack, Rist. Pers.
177, 14
(
Hamburg
1634
):
der ich einen solchen erbitterten Feindt [...] an meinem leiblichen Bruder muß haben.
Chron. Köln
1, 7, 12
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
uch will ich hain zo reichtem wiue.
Frantzen u. a., Kölner Schwankb.
1, 12, 3
(
Köln
um 1490
):
Het yr noch zehen artzeter dair zo, | Sij kunden myr all gehelffen niet.
Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
11, 16
(
Frankf./M.
1626
):
Zu diesen erzehlten Herrn vnd jhrem bey sich habendem Heer stieß Boemond.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
24, 5
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
czwene bayorn, [...], der eyn iclichir undir ym hot czen tusint man.
v. d. Lee, M. v. Weida. Spigell
54, 12
(
omd.
,
1487
):
Wer ist nẇ der man der gerne ein ehbrecherÿn habe zcu eym weibe?
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica
75
(
schles. inseldt.
,
1454
):
Lorencz Arnolt von Kosse, der dy Necklos Romeryn hot.
Chron. Nürnb.
3, 32, 10
(
nobd.
,
1488
):
hab ich ie etwas mit arbait gemacht, des werk nit gehebt hat ein böswilligen entschaider?
Ebd.
2, 132, 17
(
1449
/
50
):
die im auß andern landen waren zu dinst geriten vermocht er nit mer lenger bei im ze haben.
Dietrich. Summaria
22v, 34
(
Nürnb.
1578
):
Es ist nicht recht / das du deines Bruders Weibe hast.
Fuchs, Murner. Geuchmat
1595
(
Basel
1519
):
Wer sich ein wyb muͦß lernen lan, | Der hat ein scharpffen meister ghan.
Sappler, H. Kaufringer
18, 89
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
so will ich dich [teufel] zuo diser frist | geren zuo gesellen han.
Chron. Augsb.
7, 209, 1
(
schwäb.
, zu
1550
):
sie [weib] sei vor sein hur gewesen, und sie an ime gehabt, und sei noch ain hur, und er wells jetzt auch haben.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
190, 15
(
schwäb.
,
v. 1542
):
was ach die sag, der wurt hetz [ayn fraw] an im gehept.
Barack, Zim. Chron.
2, 447, 10
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
ir pletzent den paurn ire weiber und hondt ain aigne daheim.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
169, 18
(
oobd.
,
1349
/
50
):
des kindel [...] nernt sich selber, ob si der muoter niht hieten.
Primisser, Suchenwirt
30, 169
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
hiet wir einen chnappen, | [...] | Der solt [...].
Niewöhner, Teichner
95, 27
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
du solt haben suͤn, | wann du muͤt czu allter hab.
Bastian, Runtingerb.
2, 19, 6
(
oobd.
,
1380
):
ist, das wir nuͤr 8 frawn in der hochczeit haben, so sol ich, [...], die hochez(e)it alain beczaln.
Klein, Oswald
3, 149
(
oobd.
,
1422
):
si sprachen: „künges hab wir nicht, | neur ainen kaiser“.
Turmair
5, 105, 31
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Dem [...] gefiel si [fraue] nit, [...], wolt ir nit haben.
Winter, Nöst. Weist.
3, 163, 46
(
moobd.
,
1648
):
so ain viech under der hert, [...], auf der haid oder halt junge hiet oder faslet.
Kohler u. a., Bamb. Halsger.
21, 1
;
Holtzmann, Gr. Wolfdietrich
310, 2
;
Goldammer, Paracelsus
188, 20
;
Fuchs, a. a. O.
327
;
Kottinger, Ruffs Etter Heini
133
;
Chron. Augsb.
9, 373, 12
.
Vgl. ferner s. v. , ,  2.
9.
›sich auf etw. bemessen‹; im einzelnen: ›sich in der Länge erstrecken; etw. wiegen; etw. enthalten‹.
Wortbildungen:
habend
5 ›einen bestimmten Wert habend‹.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft. Hes.
45, 12
(
Wittenb.
1545
):
ein Sekel sol zwenzig Gera haben.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
29, 33
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
do lyt eyn grozer hoir berg von hundirt elin ho und hot umme eyne myle.
Argovia
2, 212
(
halem.
, o. J.):
ein um so vil habentes pfant.
Bastian, Runtingerb.
2, 44, 13
(
oobd.
,
1383
):
etbyvil golcz; daz hat ze Venedig gehabt an der wag 30 march.
Ebd.
206, 17
(
1403
):
ain slachtuͤche; ez het 26 ellen 1 virtail.
Ebd.
249, 18
(
1392
):
der newn Beheimischen grosse 1 markch hat 10 lot silbers.
Ebd.
2, 55, 2
;
117, 18
;
29
;
Dietz, Wb. Luther
2, 167
.
10.
›etw. (eine vielfach durch ein Adjektivabstractum genannte Eigenschaft) aufweisen, durch diese Eigenschaft gekennzeichnet sein‹, im einzelnen z. B. ›dankbar / froh / untreu [...] sein‹; mit Umkehrung der Perspektive: ›jm. eine Eigenschaft zuteil werden lassen‹.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
begierde / dankbarkeit / freude / list / missetreue / pflicht / schuld / stärke / unmusse / verstand / tugend / zuversicht / zweiträchtigkeit, einen frischen mut, eine gewonheit / krankheit / sucht, lust zu jm., eine feindschaft wieder jn.) h., etw
. (Subj.)
kraft h
.; mit umgekehrter Perspektive:
gunst, guten glauben h
.
Wortbildungen:
habung
3 (z. B.
habung der tugend
›Tugendhaftigkeit‹).

Belegblock:

Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. Weibe
266, 21
(
Wolfenb.
1593
):
So wolten wir
[Liebespaar]
einen frischen muth haben, Dann wir seind nun allein.
Große, Schwabensp.
147a, 34
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
iz hant schuͦlt dar an der here, des de stat ist.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
461
(
mrhein.
,
um 1335
):
ich habe die suht, | von der ich liden groze not.
Knape, Messerschmidt. Bris.
13, 40
(
Frankf./M.
1559
):
was eines guten glidmessigē Pferds zeichen sein moͤgen / die hat derselbig Gaul an jhm.
v. d. Lee, M. v. Weida. Spigell
50, 25
(
omd.
,
1487
):
Sampson wÿe der vnerhorte stercke gehabt.
Mathesius, Passionale
53v, 29
(
Leipzig
1587
):
wie eine [...] Natuͤrliche Mutter [...] / gerne jres Kindes oder Ehemannes Kranckheit selber an jhrem Leibe haben vnnd tragen wolte.
Stackmann u. a., Frauenlob
4, 4, 10
(Hs. ˹
nobd.
, Hs.
3. V. 15. Jh.
˺):
Du, Minne, bist | ein wirkerinne uf miner stift, ob du hast list.
Maaler
213r
(
Zürich
1561
):
Er Hat ein grossen gunst deß gemeinen volcks / Der gmein mann ist jm günstig / wil jm wol.
Morgan u. a., MHG. Transl. Summa
52, 3
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
die habunge der tugende, alse ein ieklich ander habung, dü nimet gesteltnüsse von dem gegenwurfe.
Chron. Augsb.
7, 235, 4
(
schwäb.
, zu
1550
):
[Er] Wills lassen sant Veltins Kranckhait hon.
Ebd.
9, 65, 20
(
1544
/
5
):
mit allen denen, so der wappen art und aigenschafft verstandt haben.
Klein, Oswald
62, 51
(
oobd.
,
1417
?):
Hastu kain missetreu?
Ebd.
112, 316
(
1438
?):
da hat das recht ain bösen sin.
Schützeichel, a. a. O.
706
;
775
;
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
56, 5
;
Jahr, H. v. Mügeln
2284
;
Anderson u. a., Flugschrr.
22, 6, 14
;
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
807, 3
;
Reichert, Gesamtausl. Messe
25, 28
;
Chron. Nürnb.
3, 104, 21
;
Haas u. a., Erasmus/Jud. Klag
28, 9
;
Sappler, H. Kaufringer
27, 140
;
Klein, a. a. O.
112, 356
;
Maaler
203r
/v;
Vgl. ferner s. v.
1
 3, , .
11.
›etw. (die mit einem Verbalabstractum o. ä. genannte Handlung, geistige / psychische / soziale Tätigkeit, eine Äußerung) vollziehen, verfolgen; ablaufen (von einem Geschehen)‹; im einzelnen z. B.: ›etw. besetzen; etw. in Erfahrung bringen; hoffen; sich sorgen; (Krieg) führen‹ usw.; vgl. die Syntagmen.
Phraseme:
seinen willen mit jm. haben
.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1112.
Syntagmen:
etw
. (mit folgendem Verbalabstractum)
h
., z. B.
angst / besetzung / dank / erfarung / frolocken / gefallen / gericht / hofnung / krieg / messe / reue / rast / ruhe / sorge / süne / tegel
›Zeitvertreib‹
/ urlaub / mitleiden / vertrauen / wiederrede / zweifel, einen greuel / tanz / ursprung / vorsaz, bösen willen, eine frage / rede, ein ende, eine banteidung, ein friedsames leben, seinen gang, seinen siz in jm., fleis / verdries / wunder e. S.
(Gen.)
h., achtung auf jn., ein aufmerken über etw., zugang zu jm. h., die hochzeit h., keinen anschlag h
. ›nichts planen‹;
der liebe, des glaubens nicht
[möglicherweise substantivisch zu verstehen]
h
.; vereinzelt mit anderer Konstruktion:
jn. hat e. S.
(Gen., z. B.
der blümlein
)
etw
. (z. B.
spot
[wohl Nom.],
den neid
[Akk.]), dann zu übersetzen mit ›jn. erfaßt etw.‹ (s. u. Froning, Alsf. Passionssp., 3. Beleg).
Wortbildungen:
habung
4 ›Vollzug von etw. (z. B.
der liebe
)‹.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft. 1. Kor.
13, 1
(
Wittenb.
1545
):
Wenn ich [...] mit Engel Zungen redet / vnd hette der Liebe nicht.
Frantzen u. a., Kölner Schwankb.
1, 32, 4
(
Köln
um 1490
):
Wir haent ouch wael me kreich gehat.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
181
(
mrhein.
,
um 1335
):
Wan nieman wil bit dir degel
[›Zeitvertreib‹]
han.
Ebd.
1115
:
Wolt er
[Christus]
nuͦ von dem crvze gan, | so wolten wir sinen glauben han
[›ihm glauben‹].
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
134, 24
(
rhfrk.
,
um 1435
):
ob der hünt ey(n)en alden oder eynen nüwen haß zü üwerm mage habe.
Froning, Alsf. Passionssp.
531
(
ohess.
,
1501 ff.
):
dicz ist myn zarter sone! | [...] | an em ich min behagen hoin.
Ebd.
1579
:
die sich vormeßen, das sie nicht mogen gethun! | des hot mich spot und hone!
Ebd.
1808
:
dye blumlyn yn der auwe | der hot mich alßo grosßen nyt
[›strenges Verlangen‹; mit doppeltem Akk.].
Ebd.
5259
:
mer woln umb das kalp eyn dancz haben.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Lk.
17, 6
(
osächs.
,
1343
):
Hettit ir des gloubin alse ein senfis korn.
Thür. Chron.
22v, 26
(
Mühlh.
1599
):
Darumb wollen wir heint vber sie fallen / [...] / vnd wollen also vnsern willen mit jhnen haben.
Langen, Myst. Leben
178, 13
(
nobd.
,
1463
):
so sol / der kranck gute hoffnung haben, / daz [...].
Gille u. a., M. Beheim
347, 1
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Hab urlob und var hin, | du rauher arger winter.
Kohler u. a., Peinl. GO Karls V.
20, 17
(o. O.
1532
):
so soll man erfarung haben nach den [...] argkwonigen vmbstenden.
Karnein, Salm. u. Morolf
635, 6
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
es muß mich imer wunder han.
Morgan u. a., MHG. Transl. Summa
302, 29
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
in etlichen würkenden dingen in den so ist vor die glichnüsse dez dinges, daz da gewerden hat.
Schmidt, Rud. v. Biberach
97, 20
(
whalem.
,
1345
/
60
):
daz der mensche hab festen willen, sich ze huͤtenne vor allen toͤtlichen svnden.
Eschenloher. Medicus
53, 11
(
Augsb.
1678
):
ein Weibspersohn / in welcher der Teuffel ein Zeit lang seinen Sitz gehabt.
Maaler
203
(
Zürich
1561
):
Hab auff das wol acht / Fleyß dich dessen.
Sappler, H. Kaufringer
14, 75
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
[der küng] wil sich unverzogenleich | legen zuo der junkfraw reich | und mit ir die hochzeit han.
Hohmann, H. v. Langenstein. Untersch.
109, 21
(
moobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
welhew volchomne anrwͦrung des menschen sey von der habung der gewunnen lieb.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
86, 26
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Umb des willen wil ich dich begaben, das du mir ymmer zu danck macht haben.
Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. vngerat. Sohn
357, 24
;
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
556
;
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
7, 7
;
Schützeichel, a. a. O.
863
;
Scholz, Lanfrank. Chir. Parva
226r, 25
;
Dinklage, Frk. Bauernweist.
94, 43
;
Gille u. a., a. a. O.
453, 1067
;
Reichert, Gesamtausl. Messe
90, 29
;
Menge, Laufenb. Reg.
1378
;
1514
;
Chron. Strassb.
232, 8
;
Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 121, 15
;
Sappler, a. a. O.
14, 86
;
132
;
Chron. Augsb.
5, 297, 20
;
8, 206, 6
;
22
;
9, 58, 10
;
236, 8
;
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
200, 7
;
Spiller, a. a. O.
78, 19
;
91, 26
;
118, 12
;
193, 40
;
194, 5
;
Turmair
1, 102, 3
;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
235, 7
;
263, 31
;
Rechn. Kronstadt
2, 100, 37
;
Qu. Brassó
5, 419, 13
;
Maaler
203r
/v (mit hoher Anzahl von Belegen).
Vgl. ferner s. v. ,  1;  4,  2,  4,  3,  6,  1.
12.
›etw. (die mit dem Verbalabstractum genannte Handlung o. ä.) entgegennehmen, etw. bekommen, erlangen, erhalten‹, im Unterschied zu 11 aus der Rezipientenperspektive gesehen, insofern passivisch als ›jm. zuteil werden‹ übersetzbar, im einzelnen z. B. ›gepriesen / getauft [...] werden‹.
Gehäuft Texte religiösen und didaktischen Inhalts.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
anfechtung / bescheid / ere / freiung / hilfe / lob / spot / urlaub, einen preis, den rum, eine lere, die laube
›Erlaubnis‹
/ taufe, schläge
)
h
.

Belegblock:

Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
123
(
mrhein.
,
um 1335
):
wie des diuels schalkeit | Iesum [...] | virsuchte in drier hande wis. | Des wolt er haben grozen pris.
Froning, Alsf. Passionssp.
515
(
ohess.
,
1501 ff.
):
die tauff wel ich von der han!
Wickram
4, 17, 17
(
Straßb.
1556
):
Got hab lob.
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
112
(
moobd.
,
A. 15. Jh.
):
der hie in Österreich ain ubeltëter wër der hiet freyung in Ungern.
Klein, Oswald
123, 18
(
oobd.
,
1415
):
genesch wil haben allzeit sleg.
Qu. Brassó
5, 133, 5
(
siebenb.
,
1550
):
Do der Farrherr von der Gemein [...] seines gueten Lebens guet Gezeugnus gehot hot.
Luther, WA
41, 161, 5
;
Schützeichel, a. a. O.
161
;
420
;
1202
;
Neumann, Rothe. Keuschh.
5494
;
Chron. Augsb.
7, 395, 8
;
Bauer, Geiler. Pred.
93, 30
;
Jellinek, Friedr. v. Schwaben
61, 7
;
Wackernell, Adt. Passionssp. Br.
2,
n. 3230;
Boos, UB Aarau
15, 38
.
13.
›etw. (z. B. den Mund) in bestimmter Weise halten‹.
Wortbildungen:
2
haber
2 wohl ›Halter‹ (vom
leitestap
des Vortänzers; so die Worterklärung von Wiessner, s. u.).

Belegblock:

Wiessner, Wittenw. Ring
1252
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Er hiet gesprungen und getantzet | Dar zuo gsungen und geschwantzet: | Do mocht im niempt den haber tragen.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
164, 2
(
oobd.
,
1349
/
50
):
Wan er hât daz maul offen und rekt die zungen her für
(auch zu 25 stellbar).
Wiessner, a. a. O.
6221
;
Schwäb. Wb.
3, 982
.
14.
›etw. (z. B. einen Stab, auch: Flüssigkeiten, Winde) in einer bestimmten Lage halten, etw. / jn. festhalten; etw. (Nichtfeststoffe) zum Stehen bringen, stillen‹.
Phraseme:
jn. in der hand haben
.
Syntagmen:
jn. h., etw
. (z. B.
den becher / flus / wind, einen apfel / stab, die leiter / sichel, das fas
)
h., jn. bei der hand, die arznei im munde, die hand für den mund, den weirach zu dem feuer, das schwert bei dem spiz h
.;
ane grosses haben
›ohne festen Halt‹.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
12388
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Des tuveles ingesinde | Das hete die vier winde.
Luther. Hl. Schrifft. Hiob
37, 7
(
Wittenb.
1545
):
alle Menschen hat er in der Hand, als verschlossen / das [...].
Follan, Ortolf. Arzneib.
116, 44
(
rib.
,
1398
):
nym rynderne milch vnde myncen saf [...]: es habet sere den vlote vnde semftet daz gederme.
Quint, Eckharts Pred.
2, 576, 3
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
dô wart si in erkennende und viel im an die vüeze und wolte in gehabet haben.
Ott-Voigtländer, Rezeptar
203r, 11
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1400
˺):
nim denne die erzenie in den mund vnd hab / si so lang dar inne vncz das [...].
Sappler, H. Kaufringer
16, 605
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
der gruntfest krank gepawen ist | auf den sand oun grosses haben.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
377, 2
(
oobd.
,
1349
/
50
):
wenn man in [weirach] zuo dem feur habt, sô enprint er gar leiht.
Primisser, Suchenwirt
3, 127
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Daz swert daz hiet er pei dem spitz.
Quint, a. a. O.
2, 579, 4
;
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
26, 26
;
Wyss, Luz. Ostersp.
9113
;
Morrall, Mandev. Reiseb.
139, 17
;
Chron. Augsb.
9, 97, 20
;
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
77, 13
;
Dietz, Wb. Luther
2, 196
 f.
15.
›etw. / jn. körperlich in einer bestimmten Lage halten, etw. heben; etw. in eine Lage bringen‹.
Wortbildungen:
habschnur
›Band an der Mitra‹ (eigentlich: ›Halteband‹; a. 1483).

Belegblock:

Kurz, Waldis. Esopus
4, 8, 55
(
Frankf.
1557
):
Am Kaͤß kan ich [Fuchß] allein nit han, | Es ist ein grosser Parmesan.
Karnein, Salm. u. Morolf
97, 3
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
sie bat es [vingerlin] gein der sunnen haben.
Pyritz, Minneburg
4473
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Er nem nuͤr sin pensel rein | Und habt in an iren roten munt.
Chron. Strassb.
56, 30
(
els.
,
1362
):
daz der bischof von Spire [...], kunig Ruͦdolfes frouwe solte haben von eime wagene.
Schweiz. Id.
9, 1302
.
16.
›sich im ütr. Sinne an jn. anlehnen, an jm. festhalten, auf jn. / etw. bauen, sich auf jn. / etw. stützen, verlassen‹.
Wortbildungen:
habung
5 ›Haltepunkt, Stütze‹.

Belegblock:

Wagner, Erk. Ps.-J. v. Kastl
19, 18
(
nürnb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Der gelaub ist das liecht, das da in der sel macht ein habung oder ein pleibung.
Banz, Christus u. d. minn. Seele
1174
(
alem.
,
1. H. 15. Jh.
):
Darumb hab dich fast an min minn.
Dirr, Münchner Stadtr.
317, 22
(
moobd.
,
1340
):
Swer [...] umb aigen wirt angesprochen, der sol sich an seinen gewern haben.
Auer, Stadtr. München
305, 2
(
moobd.
,
1347
):
so habt sich der richter an die pezzern puozz, ob er wil.
Wyss, Luz. Ostersp.
6754
(
Luzern
1545
):
zuͦ wem soll ich mich han vff erden.
17.
›jn. in einer bestimmten Weise halten, behandeln; es mit etw. / jm. in bestimmter Weise halten; in bestimmter Weise mit jm. umgehen; jm. Aufenthalt gewähren‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  18.
Wortbildungen:
häbeln
›jn. zärtlich behandeln‹.

Belegblock:

Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
1244
(
mrhein.
,
um 1335
):
Hudent vnd habent wol, | wie ir behaltent disen doden man.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
202, 5
(
thür.
,
1474
):
daz er den genanten Mattißen, synen son, in syner behusunge [...] vore unde auch nach der tad geleden, gehalden unde gehabit hat.
Kottinger, Ruffs Etter Heini
2431
(
ohalem.
,
1538
):
wenn ir das thuond: rëcht ist es thon; | so wirt’s gott wider mit üch han.
Unger, Richtes Stig
98, 17
(
1474
):
der richter sol den dingpflichtigen gepiten, das im itlicher sag, mit welcher urtail er es hab.
Chron. Augsb.
2, 122, 19
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
die was ain junge stoltze frau, die was uns kinden nit günstig und hett uns hert und tet uns übel.
Klein, Oswald
91, 71
(
oobd.
,
1409
?):
lieb, du waisst wol, wo, | hab also, | lass mich nicht unfro.
Turmair
4, 18, 17
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Amalei, die die kinder ämelt oder hæbelt.
Ebd.
5, 121, 1
(
Nürnb.
1522
):
Die alten fürsten und herren und all, so es mit in hetten, wurden all aus Baiern verschickt.
18.
›etw. (ein)halten, befolgen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  28.
Wortbildungen:
habung
6 (a. 1567).

Belegblock:

Lemmer, Brant. Narrensch.
51, 24
(
Basel
1494
):
Was bgaͤrst du dann schwigen von mir | Das du nit haben moͤchst an dir.
Dirr, Münchner Stadtr.
321, 10
(
moobd.
,
1340
):
Swaz dann die fuͤnf [...] sprechent, daz sol dann ietwedrer tail [...] staet haben.
Schwäb. Wb.
3, 1009
.
19.
›jn. in beschützender Weise in seiner Sorge, Hut (o. ä.) halten; jn. ehren, achten‹.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft. Hebr.
5, 7
(
Wittenb.
1545
):
Und ist auch er erhöret / darumb das er Gott in ehren hatte.
Sappler, H. Kaufringer (
schwäb.
, Hs.
1464
):
so hat si got gehept in huot.
Primisser, Suchenwirt
24, 203
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Wa ich mich hin mit trewen hab, | Da vind ich nŭr untrewe.
Klein, Oswald
1, 12
(
oobd.
,
1421
):
tü mir gnad erwerben | dort zu marie kindelein, | das es mich haben well in siner hüt.
Dietz, Wb. Luther
2, 197
.
20.
›etw. für etw. halten, in bestimmter Weise einschätzen, ansehen; ein Urteil fällen; jn. für etw. halten; jn. als jn. ansehen‹ mit Tendenz zu: ›jn. als jn. anerkennen‹; ›jm. etw. in bestimmter Weise anrechnen‹; vereinzelt mit Akk. d. P., dann: ›jn. wundern, jm. in bestimmter Weise vorkommen‹.
Phraseme:
auf jn. haben
›auf jn. etw. geben‹;
keinen irgend für haben
›jedermann gering achten‹.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 6,  7,  29.
Syntagmen:
etw. fremd, etw. für gut / klein / lieb / wert h., etw. für lüge / spot, für einen greuel / raub / ölgötzen, eine schwachheit, die warheit h., etw. an jm. zum rum h., sich etw. zum zeichen h., jn. schön h., jn. für achtbar / keusch, für Christum / got, für einen affen / vater / freund / herren / könig / propheten / zagen, für ein häubt / rind h., jn. zum narren h., (es) dafür h., das [...] /
Hauptsatz im Konj.,
jm. für übel h., das [...] / wenn [...], es hat jn. unbillich / wunderlich, etw. / jn. für wunderlich / seltsam h., das [...]
(Subjektsatz);
von gerichtes haben
(subst.; ›aufgrund eines Gerichtsurteils‹).

Belegblock:

Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
379
(
mrhein.
,
um 1335
):
Er ist ein prophete vor war. | Dar vor han ich in offenbar.
Froning, Alsf. Passionssp.
1311
(
ohess.
,
1501 ff.
):
Disse bedde hot mich gar wonderlich, | das du Judde des biddest mich.
Ebd.
1402
:
ir moget en woil vor Cristum hon.
Neumann, Rothe. Keuschh.
958
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
du solt kein magit vor kusch han | di also under den luten wandert.
Opel, Spittendorf
330, 10
(
osächs.
,
um 1480
):
Diss hatte viel leute wunderlich und gar seltzam, das der rath meinen herren von Magdeburg baten, das [...].
Meisen u. a., J. Eck
9, 17
(
Leipzig
1520
):
das heylige sacrament der firmunge [...]; er
[Luther]
hats als vor oͤlgoͤtzen.
Chron. Nürnb.
1, 127, 23
(
nobd.
,
1390
):
das sol man für einen rawb haben.
Ebd.
3, 329, 17
(
1349
):
di sich zu in nicht in die verbuntnuzze verbinden, di wollen wir haben fur unser veind.
Vetter, Pred. Taulers
41, 18
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
die pharisei, das sint die geistlichen die sich fúr guͦt hant und haltent von in selber.
Ebd.
78, 11
:
die hant sú vor affen und verkerte lúte [...] und verdampnent sú.
Chron. Strassb.
334,
Anm. (
els.
,
A. 15. Jh.
):
das er die geweltigen Roͤmer versmohete und ir keinen iergent fuͤr hette.
Päpke, Marienl. Wernher
4237
(
halem.
,
v. 1382
):
hant fúr klain die gnade nút | Dú úns ist komen fúr ander lút!
Ebd.
7225
:
Etwer wil es da fúr han, | Der brútgoͮme wær sant Johan.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
2, 81, 223
(
schwäb.
,
1471
):
Man hatt ain haym gezogen chind | Ze hof dick für ain Rind.
Sappler, H. Kaufringer
29, 6
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
man soll die lieb für besser han | und in grösser wird und er | dann die schön.
Pfaff, Tristrant
12, 6
(
Augsb.
1498
):
Solt Morholt allso ungefochten von dannen scheyden, so het er uns all für zagen.
Chron. Augsb.
1, 125, 8
(
schwäb.
, zu
1443
):
so wolten sy dem alten herren schweren und fürbaß für iren herren haben.
Banz, Kreuztr. Minne
42
(
alem.
,
1. H. 15. Jh.
):
Wilt du dich erst keren zü mir, | Wenn die welt nicht me hăt uff dir | Und alt und ungestalt bist worn.
Chron. baier. Städte. Regensb.
53, 21
(
noobd.
,
1523
):
was ein pfaff, in het alle welt schön, nimand west, das er ein solch pößwicht was.
Piirainen, Stadtr. Sillein
45a, 36
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
Von den dy iren leyp | von gerichtez haben verlisent.
Loesch, Kölner Zunfturk.
2, 566, 34
;
Schützeichel, a. a. O.
1041
;
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
164, 22
;
Knape, Messerschmidt. Bris.
22, 119
;
v. d. Broek, Suevus. Spieg.
290r, 29
;
Heydn. maister
102, 12
;
Chron. Nürnb.
1, 31, 11
;
Bell, G. Hager
476, 3, 15
;
Chron. Strassb.
45, 28
;
128, 7
;
340, 6
;
Koppitz, Trojanerkr.
9612
;
Päpke, a. a. O.
6675
;
11749
;
Sappler, a. a. O.
22, 48
;
Chron. Augsb.
8, 340, 16
;
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
26, 1
;
Wackernell, Adt. Passionssp. St.
2, 2378
;
Maaler
203v
;
Langmantel, Schiltb. Reiseb.
2, 198
;
Schweiz. Id.
2, 879
 ff.;
Schwäb. Wb.
3, 987
.
Vgl. ferner s. v. (V.) 5,  7,  2.
21.
›sich in bestimmter Weise verhalten, getragen, gebaren (von Personen); sich verhalten, in Relation stehen (von Sachen)‹.
Phraseme:
es hat sich (nicht) also
.
Bedeutungsverwandte:
; vgl.  19.
Syntagmen:
sich wol / übel / demütig / höflich / keklich / züchtig, nicht recht h., sich zusammen h., der schne sich zu dem regen h
.
Wortbildungen:
habend
6.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft. 2. Sam.
20, 20
(
Wittenb.
1545
):
das sey ferne von mir / das ich [...] verderben solt / Es hat sich nicht also
[Froschauer
1530
:
Die sach stadt nit also
].
Ebd. Mk.
4, 26
:
Das reich Gottes hat sich also / als wenn [...].
Kurz, Waldis. Esopus
2, 31, 130
(
Frankf.
1557
):
das nem ich an, | Hab dich wol mit dem reichen Man.
Karnein, Salm. u. Morolf
380, 2
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
Morolf hieß sie stille haben.
Bihlmeyer, Seuse
553, 10
(
alem.
,
14. Jh.
):
bis frum und hab dich kecklich, fúrcht dir nút.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
2, 81, 26
(
schwäb.
,
1471
):
des mannes Ere stat | Dar nach als er sich selbs hat.
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
97, 24
(
halem.
,
1562
/
4
):
als dann etlich übel habend huslüth tag und nacht in würtzhusern ligend.
Chron. Augsb.
2, 228, 24
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
sie sollen sich zusamen haben und ainander treu und beholfen sein.
Barack, Zim. Chron.
4, 12, 39
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Sie hat sich umb den brueder ganz übel gehept und in ain ganzes jar clagt.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
85, 6
(
oobd.
,
1349
/
50
):
wan ze gleicher weis als sich der snê zuo dem regen hât, alsô hât sich der reif zuo dem tawe.
Ebd.
486, 33
:
daz die frawen in den werken der unkäusch sich niht reht habent und sich hin und her wegent.
Wedler, W. Burley. Liber
75v
(
moobd.
,
v. 1452
):
Als sich hat die begierd in des menschen leib, also wegt sich der pulls.
Knape, Messerschmidt. Bris.
16, 17
;
Tobler, Schilling. Bern. Chron.
1, 28, 24
;
Sappler, H. Kaufringer
73, 125
;
Dietz, Wb. Luther
2, 197
.
22.
›etw. müssen, zu etw. verpflichtet sein‹.
Syntagmen:
mit Inf. mit
zu
.

Belegblock:

Lohmeyer, K. v. Nostitz
29, 15
(
preuß.
,
1578
):
Die anttwort liß mir seine f. g. zustellen, die ich nach habe zu verwaren.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
31, 12
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Wann ir dann auf erden nicht mer zu schaffen habt und erde nimmer sein wirdet.
Roloff, Brant. Tsp.
175
(
Straßb.
1554
):
Ir sollend zuͦ im kommen getrat | Dann er mit eüch zuͦ reden hat.
Wickram
4, 45, 31
(
Straßb.
1556
):
Das gesind aber / so den gantzen tag zuͦ schaffen gehabt / [...] hetten iren guͦten muͦt auch.
Maaler
203v
(
Zürich
1561
):
Ich hab etwas daheime͂ zethuͦn. [...]. Habe͂ zeantworte͂. Respõdendu͂ habere.
Chron. Augsb.
2, 289, 13
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
gedenkent, was ir zu schaffen habent, für sehent euch weislich.
Dietz, Wb. Luther
2, 198
.
Vgl. ferner s. v.  3.
23.
›vermögen, können, in der Lage sein‹.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen:
habend
7,
häblich
5.

Belegblock:

Eichler, Ruusbr. obd. Brul.
2, 1511
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
wan er lebt in gotte vnd gotte in ime. Vnd er ist hebelich nach sinem hoͤhesten teile, die clarheit gottes zvͦ enpfahende sunder mittel.
Strauch, Schürebrand
18, 6
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
daz sin [gottes] heilges wirdiges verdienen hundert tusent welte sünde alse lihtecliche zuͦ verzihende het.
Henisch
163
(
Augsb.
1616
):
Baal / ein geschnitzter abgott / ist in Hebreischer vnd Syrischer sprach so vil / als ein habender oder Herr vnnd Haußvatter.
24.
etw. haben wollen
o. ä. ›auf etw. bestehen, etw. verlangen, fordern‹.
Bedeutungsverwandte:
 3.
Syntagmen:
jm. h. ausher gehen, von jm. etw. h. wollen, (von jm.) etw. (also) h. wollen, das [...]
.

Belegblock:

Reu, Süddt. Kat.
1, 295, 35
(
Heidelberg
1563
):
wil er
[Gott]
von vns haben, daß wir vnsern nechsten lieben als vns selbst.
Lauchert, Merswin
2, 24
(
els.
,
1352
/
70
):
Das will ich gerne tvͦn, also es got von mir haben wil.
Chron. Strassb.
239, 11
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
scolastica hystoria [...] sprichet, das es got wolte also haben, und si eine üppige froge ob men froget, warumb es got wolte also haben.
Bachmann, Haimonsk.
85, 2
(
halem.
,
1530
):
Ich bŭtten ŭch [...], das ir keinem rytter kein untzucht bewyssend; wann ich wils nŭt gehept haben
[›dulden‹].
Adomatis u. a., J. Murer. Bab.
3459
(
Zürich
1560
):
Dann sy [hußfrouw] znaͤchst mir | und wol halb dir | Hat ußher gen.
Rwb
4, 1370
;
Schweiz. Id.
2, 875
.
25.
dient mit präd. Attr. der Charakterisierung des Subj. bzw. Obj.; vereinzelt auch mit Verb.
Phraseme:
etw. / jn. lieb haben
.
Wortbildungen:
habmichlieb
›Achilleskraut‹.

Belegblock:

Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
647
(
mrhein.
,
um 1335
):
Ir sollent ein ander lieb han, | rehte als ich vch han gedan.
Ebd.
725
:
Wollent ir mich gevangen han, | so lazent mine iungern gan.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
32, 32
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
reiches gewandes und allerlei ander habe heuser und kisten vol haben.
Franck, Decl.
343, 9
(
Nürnb.
1531
):
das die menschen zwo taschen haben anhangen / eine vornen auf dem bauch / die ander [...].
Chron. Strassb.
34, 9
(
els.
,
1362
):
Karle der minre, wolt sinen vater han verstozen von dem rich.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
126, 7
(
moobd.
,
1478
/
81
):
er het zu nicht lieb, noch gehaim, wann in winckeln mit torhaftigen frawen.
Turmair
4, 192, 16
(
moobd.
,
1522
/
33
):
[wuntkraut], so wir auch hailkraut, schabab und habmichlieb haissen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
489, 16
(
m/soobd.
,
16.
/
17. Jh.
):
so proth fail haben.
Froning, Alsf. Passionssp.
541
;
26.
›etw. erfordern, bestimmen‹; hier anschließbar: ›jn. zu etw. anhalten‹.
Bedeutungsverwandte
(zu letzterer Nuance): vgl.  17.

Belegblock:

Reissenberger, Väterb.
29940
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Die gewonheit hat also | [...] | Daz man zur toufe nicht enlat | Ein bose wip.
Argovia
9, 113, 25
(
halem.
,
1530
):
welcher guͤter hat, [...], die söllend das wasser vß den straßen laßen, wann da wasser ist; vnd sönd die Vier einen darzuͦ hân (verhalten).
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
135, 24
(
m/soobd.
,
1561
, Hs.
1851
):
solchen rath soll ein herr [...] sözen, wie eß die gelögenheit haben wurd.
27.
in der Wendung
es hat [...]
›es gibt‹; vgl. dazu Frnhd. Gr. §  S
59
.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft. Ps.
10, 6
(
Wittenb.
1545
):
Es wird fur vnd fur keine not haben.
Lohmeyer, K. v. Nostitz
99, 5
(
preuß.
,
1578
):
Es hat selten gute wirte in dem ampt.
Ralegh. America
2, 3
(
Frankf.
1599
):
In Guiana hat es dieser Baͤum auch viel.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
114, 45
(
m/soobd.
,
1603
):
es soll auch niemand mit spanliechtern, sonderlich wanß wind hat, auf der gassen [...] uhmbgehn.
Goedeke, Fischart Flöh Haz,
2115
(
Straßb.
1594
):
Im kram hats vil gemalte laden.
Mell u. a., Steir. Taid.
75, 21
(
m/soobd.
,
1624
):
In bemelter hofmarch hat es auch ain pfarrkürchen.
Chron. Augsb.
8, 220, 8
;
Schwäb. Wb.
3, 984
.
28.
regelhaft gebraucht als Hilfsverb zur Bildung der Formen des Perfekts, Plusquamperfekts und des Futurs II (dies nur spät und vereinzelt belegt);
haben
kann auch in Verbindung mit
fliessen, folgen, gehen, zugehen, wandeln, sein
stehen (statt
sein
); vgl. generell hierzu: Frnhd. Gr. §  S. 
162
-172.

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
2, 727, 25
(
preuß.
,
1446
):
Wir haben ny gewest bey dem bunde.
Lohmeyer, K. v. Nostitz
112, 13
(
preuß.
,
1578
):
Also hats mit allen emptern, [...], zugangen.
Luther, WA Bibel
8, 560, 8
(
1523
):
darumb das er volliglich dem HERREN gefolget hat.
Ebd.
30, 3, 453, 25
(
1531
):
das auff der Papisten seiten die wuͤtigen Tyrannen haben gegangen und gesessen mit niddergeschlagenem angesicht.
Ders. Hl. Schrifft. 2. Kön.
3, 23
(
Wittenb.
1545
):
Die Könige haben sich mit dem Schwert verderbet / vnd einer wird den andern geschlagen haben.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
3, 3
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
wann ir habt mir den zwelften buchstaben, [...], aus dem alphabet gar freissamlich enzücket.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
109, 7
(
Nürnb.
1548
):
das wasser vn̄ blut auß der geoͤffneten seiten Christi geflossen hat.
Bell, G. Hager
70, 2, 8
(
nobd.
,
1594
):
wir Haben blos | Eidel vn recht | weg gangen.
Klein, Oswald
123, 45
(
oobd.
,
1415
):
Ich han gewandelt manig her | gen Preussen, Reussen, uber mer.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
457, 5
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Hiet sy die nachtt nicht jähes überschlichen, | Chriechen wären erschlagen gar.
Froning, Alsf. Passionssp.
2066
;
Reichmann, a. a. O.
102, 5
;
Michels, Murner. Badenf. Vorr.
19
;
Chron. Augsb.
9, 368, 8
;
Schwäb. Wb.
3, 989
 f.
29.
Phraseme, die nicht sicher zuzuordnen sind:
a)
es haben, das [...]
›man weiß, daß [...]‹ (möglicherweise auch elliptisch für ›man hat bewiesen, daß [...]‹).
b)
für sich haben
›vor sich gehen, sich vollziehen‹.
c)
an etw
. (z. B.
an das reich
)
haben
›zum Reich halten‹.
d)
auf jm. nicht haben
o. ä. ›auf jn. herabsehen‹.
e)
es von jm. haben
›von jm. beauftragt sein‹.
f)
etw. an etw. haben
›Anteil an etw. haben‹.
g)
in etw
. (z. B.
in der münze
)
haben
.
h)
an jm. etw. haben
›an jm. etw. haben‹.
i)
an jm. etw. haben
›an jm. etw. auszusetzen haben‹.
j)
er habe es im
›so mag er es haben‹.
k)
das haben inen
›das sei ihnen vergönnt‹.
l)
etw. haben, legen und heben
›Vorteile und Lasten teilen‹.
m)
(es) mit jm. haben
›es mit jm. halten, auf jn. setzen; jm. gewogen sein‹.
n)
viel auf jn. haben
.
o)
du hasts
›du hast es erfaßt‹.
p)
er hats
›er hat’s geschafft‹.
q)
so hab ers im
›so ist ihm recht geschehen‹.
r)
ein auge auf etw. haben
.
s)
ein auge auf jn. haben
›jm. etw. anhaben wollen‹.
t)
etw. zu bedeuten haben
.
u)
es mit jm. gar haben
›jn. satt haben, genug von jm. haben‹.
v)
etw
. (z. B.
die lere
)
hat uns kein hel gehabt
›wir haben aus etw. (z. B. unserer Lehre) kein Hehl, Geheimnis gemacht‹.
w)
her haben müssen
›herhalten müssen‹.
x)
sein herz auf jn. haben
›sein Herz an jn. hängen‹.
y)
zu lassen und haben sein
›zu tun und zu lassen sein‹.
z)
js. leben haben wollen
›jm. nach dem Leben trachten‹.
a1)
so mag er es im also haben
›so soll er es denn mit ihm halten‹.
a2)
von (seiner) natur an im haben, das [...]
oder Hauptsatz.
a3)
die oberhand haben
.
a4)
wo plaz haben
›wo Platz finden‹.
a5)
ein sprichwort an im haben
›ein Sprichwort im Munde führen‹.
a6)
mit jm. teil und gemain in etw. haben
›Vor- und Nachteile mit jm. teilen‹.
a7)
das habt auf meiner sicherheit
›darauf könnt Ihr Euch verlassen‹.
a8)
das habt auf den treuen mein
›bei meiner Treue‹.
a9)
der tage
(eine Zeit, z. B.
vierzehen jare
)
haben
.

Belegblock:

Zu a):

Große, Schwabensp.
61a, 19
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
man sal ime grifen obene an den muͦnt [...] vnde oben siner Schame; vindet man dar cleynez har, daz sint dre gezuͦge; da mite hatz man, daz her vierzen jar alt is oder alder .

Zu b):

Siegel u. a., Salzb. Taid.
306, 27
(
smoobd.
, Hs.
17. Jh.
):
es wär dan, das das sprecher in ain recht schuben, dos hat für sich nach dem die schuld ist, als die frumen leut erkennen.

Zu c):

Chron. Nürnb.
1, 31, 17
(
nobd.
,
v. 1407
):
daz si furbas den von Peis niht mehr unterdenig sein solten, und solten furbas an daz reich haben.

Zu d):

Maaler
203v
(
Zürich
1561
):
Auff eim nüt Haben. Despicere.

Zu e):

Opel, Spittendorf
346, 35
(
osächs.
,
um 1480
):
die sprachen, sie hettens von dem volcke, es was aber nicht also.

Zu f):

Leman, Kulm. Recht
2, 2, 20
(
Thorn
1584
):
Was besserunge vnde busse geuellit yn den virczen tagen alse des borggreuen gerichte ist. do hot der erbvoyt nicht an.

Zu g):

Opel, Spittendorf
291, 14
(
osächs.
,
um 1480
):
das der rath die jhene, die in der muntze hetten, verzeichnet wolde geben, wer sie weren.

Zu h):

Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 100, 26
(
Hagenau
1534
):
und wissen nu auß langer erfarung / was wir an yhnen haben.

Zu i):

Chron. Strassb.
824, 20
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
do der keyser nüt anders möhte an in haben, do rette er mit in.

Zu j):

Luther, WA
30, 2, 33, 1
(
1529
):
Er habes yhm, Er schendet sich selbs damit.

Zu k):

Jaksche, Gundacker
4150
(
oobd.
, Hs.
1. H. 14. Jh.
):
gelange in wol, daz haben in.

Zu l):

Chron. Nürnb.
1, 138, 15
(
nobd.
,
1384
):
und süllent ouch von denselben acht hundert pfund hallern mit uns den vorgenanten stetten anzalen und ouch spiess, dinst und ouch alle andern kost davon richten, haben, legen und heben.

Zu m):

Maaler
204v
(
Zürich
1561
):
Mit eim Haben / Eim günstig [...] seyn
. Seemüller, Chron.
95
Herrsch. 16, 13 (oobd., Hs. 1. H. 15. Jh.):
gewonhait, daz die man und die weiber giengen in den rat, und die man heten es mit Nectuno und die weiber mit Minerva.

Zu n):

Maaler
204r
(
Zürich
1561
):
Vil auff eine͂ Haben. Admirari alique͂.

Zu o):

Fischer, Eunuchus d. Terenz
73, 4
(
Ulm
1486
):
Gna. Ich waiß. als ob er das ellend aus dem gemüet wöll speien. Tra. Du hasts.

Zu p):

Maaler
213r
(
Zürich
1561
):
Er Hats / Er ist getroffen / Es ist jm worden.

Zu q):

Luther, WA
41, 712, 10
(
1536
):
Si erschlagen wird, so hab ers im.

Zu r):

Maaler
203v
(
Zürich
1561
):
Ein aug auff ein ding Haben / etwz hertzlich begaͤren.

Zu s):

Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. vngerat. Sohn
339, 2
(
Wolfenb.
1594
):
Es müst aber gleichwol dem Herrn, [...], Mit ernst eingeredet, Auch Leute, so ein Auge auff jhnen haben, [...], zugeordnet werden.

Zu t):

Schorer, Sprachposaun
45, 8
(o. O.
1648
):
hat derwegen nit vil zu bedeuten.

Zu u):

Sachs
14, 53, 2
(
Nürnb.
1549
):
Mit dieser hexen hab ichs gar, | Der teuffl hat ir das aug auß-blassen.

Zu v):

Luther, WA
47, 130, 19
(
1538
/
40
):
Wir haben uns nicht geschemet, unsere lehre [...] offentlich zubekennen, unsere lehre hat uns kein hel gehabt.

Zu w):

Turmair
4, 923, 19
(
moobd.
,
1522
/
33
):
wer reich war, der muest her haben und ganz arm werden.

Zu x):

Chron. Augsb.
7, 222, 17
(
schwäb.
, zu
1550
):
darauf
[auf Granvella]
der kaiser lang sein hertz gehebt.

Zu y):

Qu. Schweiz. Gesch.
1, 40, 23
(
halem.
,
1470
):
so alte lüt werendt und wüsstend, warin und an was orten einer statt zuͦ han und lan were.

Zu z):

Froning, Alsf. Passionssp.
3987
(
ohess.
,
1501 ff.
):
was hostu arges en gethan, | das sie dyn leben jo wollen hon?

Zu a1):

Luther, WA
33, 547, 6
(
1531
):
Artzt, der Krancke wil jn bey sich nicht leiden oder halten fur einen Artzt, so mag ers jme also haben.

Zu a2):

Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
124, 33
(
oobd.
,
1349
/
50
):
wan ez [kämlein] hât von seiner nâtûr, daz ez niht unkäuschet mit seiner muoter
 . Päpke, Marienl. Wernher
3948
(halem., v. 1382):
Die von nature an in hant.

Zu a3):

Gajek, Seidelius. Tych.
12, 10
(
Breslau
1613
):
Der Großmechtig Pompejus zu Rom / | Wiel allein die Oberhand han.

Zu a4):

Kohler, Ickelsamer. Gram.
7, 28
(wohl ˹
Augsb.
1. Dr. 16. Jh.
˺):
ain Gotfoͤrchtiger mensch, der villeicht nit lang platz an ainem ort hett.

Zu a5):

Chron. Augsb.
8, 227,
Anm. 2 (
schwäb.
, zu 
1563
):
weil sein Vater [...]
ain Sprichwort an ime gehabt, daß er alweg gesagt: Gotz Saur .

Zu a6):

Edlib. Chron.
2, 12
(
ohalem.
,
um 1500
):
so wer in lieb dz sy teil und gemein in disser sach mit jn hettend.

Zu a7):

Jaksche, Gundacker
3705
(
oobd.
, Hs.
1. H. 14. Jh.
):
daz hab uf meiner sicherhait.

Zu a8):

Ebd.
3311
:
daz hapt uf den triwen mein.

Zu a9):

Wackernell, H. v. Montfort
5, 136
(
soobd.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
ich hatt der tag min viertzehn jar.