gumpest,
der
;
hohe Schreibvarianz;
zu
mhd.
kumpost
›Sauerkraut‹
, dies aus
lat.
compositum
();
s. auch .
›eingemachtes Kraut, Sauerkraut; in Salzwasser eingemachte Blattstiele von Mangold‹; auch: ›Essen‹.
Zur Wortgeographie von ,Sauerkraut‘ vgl.
Dwa
17, 11
; dazu:
B. Reitz, Die Kultur von ,brassica oleracea‘
[...]. In: , bes. 583ff.
Bedeutungsverwandte:
(
das
2, .
Wortbildungen:
gumpestkraut
,
gumpeststande
›Krautkübel‹ (a. 1469f.).

Belegblock:

Voc. inc. teut. k
vr
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Gu͂poßkrut frigidariu͂ vno mõ e͂ spe͂s caulis.
Fastnachtsp. (
nobd.
,
v. 1494
):
Ich slach dir ab dein kragen, | Das dir felt der gumpast aus dem magen.
Kurz, Murner. Luth. Narr (
Straßb.
1522
):
wie man sol den buntschuͦh schweitzen, | Mit rotem gumpst vnd essig beitzen.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
wann er saurkraut oder gumpest, ein kalte mülch und rohe rüeben gessen.