gugelfur,
die
;
wohl Kontamination von
gaukelfur
›Scherz‹ und
gugel
im Sinne von ›Narrenkappe‹.
›Unfug, Narretei, geräuschvoller Spaß, Posse; Tohuwabohu, närrisches, lärmendes Durcheinander‹; speziell: ›Streiterei‹; ›lüsternes Spielchen‹.
Phraseme:
(mit jm.) gugelfur treiben
›Unfug treiben‹.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Sachs
5, 60, 17
(
Nürnb.
1533
):
Was habt ir für ein gugelfur?
v. Keller, Ayrer. Dramen
2689, 27
(
Nürnb.
1610
/
18
):
Was meynst, daß die Nachbaurn denckn, | Die hören solche Gugelfuhr? | Werden meynen, du seyst ein Hur.
Schade, Sat. u. Pasqu.
3, 102, 25
(
1525
):
was ist aber das für ein gugelfur? der hat ein schwarze kutten, der ein rote, der ein weiße.
Roder, Stadtr. Villingen
202, 17
(
önalem.
,
1592
):
[ist befelch] daß [...] die burgere [...] die gethone aidliche verpflichtung in mehrere obacht nemmen, als durch dise gugelfuohr ein gespött machen.
Bächtold, H. Salat
127, 209
(
halem.
,
1532
):
Seltsam gschrei und gugenfuͤr si erhuͦben; | Schaltend einandren huͦren und buͦben.
Barack, Zim. Chron.
2, 555, 40
:
was der maister mit der magt, [...], für ain schimpf und gugelfur anfieng.
Ebd.
4, 10, 22
:
„fick mich, lieber Petter!“ Der guet landtfarer, [...], hette inen dise gugelfur wol gunnen megen.
Adrian, Saelden Hort
2889
;
Sudhoff, Paracelsus
12, 375, 17
;
Barack, a. a. O.
1, 455, 4
;
Schweiz. Id.
1, 972
;
Schwäb. Wb.
3, 906
.