gugelfriz,
gögelfriz,
der
;
–/-fritzen
.
›Kapuzenträger‹, spöttische Bezeichnung für Mönche oder Gelehrte;
vgl. auch  3.

Belegblock:

Fastnachtsp. (
nobd.
,
v. 1486
):
Els, war wilt mit den narren? | Span sie uns all in einen karren | Und laß dan mich und dich drauf sitzen! | Was sollen si sunst die gögell fritzen, | Dan das si uns den tag umb lören?
Kurz, Murner. Luth. Narr (
Straßb.
1522
):
Die keßbetler vnd die gugel fritzen, | Die ir kappen da hinden spitzen.
Sudhoff, Paracelsus (
1530
):
warum lesternt dan ir gugelfrizen mein schreiben.
Schade, Sat. u. Pasqu. (
obd.
o. J.):
ir hört, was der ungelert gugelfritz Martin Luther zuͦgericht hat.
Anderson u. a., Flugschrr.
28, 4, 3
([
Augsb.
]
1524
):
sy [...] haissen den luther ain gugelfritzen / nemen sy sich selbs bey der nasen.
Vgl. ferner s. v. .