1
gufe,
1
gaufe,
die
,
in 1 Beleg
der
;
–/-n
;
vorwiegend alem. Formvariante zu ; vgl.
v. Bahder, Wortwahl [...].
1925, 149
.
›Stecknadel; Kleiderspange‹.
Phraseme:
nicht eine gufe
›nicht einmal eine Stecknadel, nichts‹;
etw. für eine gufe schätzen
›etw. gering einschätzen‹.
Bedeutungsverwandte:
,  1, ,  12, , .
Wortbildungen:
gufener
›Nadelmacher‹ (14./15. Jh.),
gufenkopf
›Stecknadelkopf‹ (a. 1660),
gufenspitze
(dazu phras.:
[nicht] eine gufenspitze
o. ä.) ›Geringwertiges‹ (16. Jh.).

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat.
n ijr
(
Nürnb.
1482
):
Gufe. glufe. furspang. heftel od’ spendel. spinter.
Bernoulli, Basler Chron. (
alem.
,
1374
):
Sy thetten die wurm harusz mit guffen.
alsz fil wurm in sinnem lib und in sonders in den gemechten gewachssen warend, die grublente sy herusz mid nadlen und guffen.
Dasypodius (
Straßb.
1536
):
Glufe / oder gufe. Acicula.
Hampe, Ged. v. Hausrat
4, 13, 15
(
Straßb.
um 1514
):
Ein Tüchlin dar yn man die Gufen steckt.
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
1, 179, 12
(
halem.
,
1508
/
16
):
[das die Juden] ein knebli, [...] mit gufen so lang stupfend, das es starb.
Bächtold, N. Manuel. Abl.
121, 261
(
halem.
,
1525
):
Ich geb dir nit ein böse krumme gufen, | Ja nit ein lus us einer grinden rufen | Um din falschen ablass.
Adomatis u. a., J. Murer. J. Man. Spieg.
1118
(
Zürich
1560
):
Fast uß mit dir was darffs vil laͤben | ich woͤlt dir nit ein Guffen gaͤben.
Bächtold, a. a. O.
121, 261
;
Golius
210
;
Hulsius
H ir
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß ;
Bücher, Berufe Frankf.
1914, 54
.