grundholde,
der
;
–/n
.
›minderfreier Untertan eines Grundherren‹;
zu  6.
Oobd., Rechts- und Wirtschaftstexte.
Wortbildungen:
grundteiding
(Klammerform) ›Versammlung der Grundholden‹.

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist.
1, 21, 40
(
moobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
das wir gruntholden und vogtholden haben recht holz zu gewinnen.
Ebd.
1, 236, 15
(
1499
):
welicher wär ein grundhold und wolt sich verrer anvogten und wolt sich bevelhen wider die gemain und herren, so hat er den gewëlticlich zu nemen wo er in begreift.
Ebd.
2, 1049, 10
(
v. 1491
):
das mein herrn [...] zu sant Michaels tag das grunttäding haben sollen.
Rintelen, B. Walther
30, 12
(
moobd.
,
1552
/
8
):
Wann ein [...] Grundtherr selbst nit so mechtig gewesst, das er seine Grundtholden vor den Feinden und Absagern beschitzen mügen, so hat derselb Grundtherr seine Grundtholden an andere mechtige Herren [...] angevogt.
Mell, Steir. Weinbergr.
130, 34
;
Rwb
4, 1199
.