grunddienst,
der
;
-s/-Ø
.
›dem Grundherren für den Nießnutz von Grund und Boden (damit auch von Häusern) zu zahlende Abgabe, (Erb-) Pacht‹;
zu  6.
Oobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
; vgl.  2, .
Syntagmen:
den g. anzeigen / einnemen / ersteigern / innenhaben, jm. reichen, auf etw. schlagen / haben; der g. in etw.
(z. B.
im grundbuch
)
geschrieben sein; jm. mit dem g. zugehören, unterworfen sein, etw. zu g. dienen / geben; der alte / gebräuchige / neue / rechte / völlige g
.

Belegblock:

Staub, Qu. Wien
3, 2, 2916, 21
(
moobd.
,
1419
):
der 40 phenning gruntdıͤnsts, die es auf demselben haws hat.
Brunner, Rechtsqu. Krems u. Stein
78, 22
(
moobd.
,
1427
):
[wir] tun auch wissentlich mit dem brief, was sy zu Krems, Stain [...] gruntdinst, guͤlt und tzins haben.
Fuchs, Kart. Aggsbach
346, 7
(
moobd.
,
1443
):
[Anna die Lerknechtinn vermacht mit Handen ihres Grund- und Burgherrn]
sechs phenning zu rechtem grunttdıͤnst und dıͤnt auch jaͤrleich dem pharrer ze Spicz.
Lampel, Qu. Wien
1, 8, 15785, 11
(
moobd.
,
1460
):
davon man jerlich dint [...] dem gotshaus [...] von dem ainen haus 24 ₰ und von dem anderen haus 8 ₰ zu grüntdinst.
Rintelen, B. Walther
10, 14
(
moobd.
,
1552
/
8
):
Ein Grundtherr mag den Grundtdienst nit ersteigern. [...] Wann einer einen Grundt umb einen benenntlichen Grundtdienst von einem Grundtherren innenhat, ob dann gleich der Grundt bei seiner Innhabung besser wirdt, so mag doch der Grundtherr derwegen keinen neuen Grundtdienst darauf schlagen oder den alten Grundtdienst ersteigern.
Ebd.
18, 4
:
Vermaint aber der Dienstmann, das ime der völlig Grundtdienst zu schwer sey, so mag er den Grundt, [...], dem Grundtherren haimbsagen.
Winter, Nöst. Weist.
1, 389, 17
(
moobd.
,
1580
):
Des pfarrers zu Pottenstain holden [...] die raichen allain dem pfarrer den gruntdienst und mit robat [...] gehören sie geen Merckhenstain.
Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 4214, 18
;
4620, 13
;
Rintelen, a. a. O.
142, 26
;
Mell u. a., Steir. Taid.
150, 1
;
Rwb
4, 1179
.