1
grotze,
die
,
auch
der
;
zur Etymologie s. Schweiz. Id.
2, 838
.
›junge, unregelmäßig gewachsene, verkrüppelte, dürre Tanne; Weißtanne‹; als Synekdochen: ›einzelner dürrer Ast‹; ›Gilz, Baumgipfel; Wipfelsprosse der Tanne‹; ›Baumstumpf‹; ütr. auf die schmal auslaufenden obersten und untersten Teile anderer Körper: ›oberstes oder unterstes Korn der Ähre‹; scherzhaft bzw. abwertend für die Innerschweiz.
Wobd.

Belegblock:

Golius
375
(
Straßb.
1597
):
Frit, das oͤberste vnd kleineste koͤrnlein / oder groͤtzlein inn der aͤher [...]. Vruncum, das vnderste groͤtzlein inn der aͤher bey dem halm.
Welti, Stadtr. Bern
365, 23
(
halem.
,
n. 1437
):
vnd soͤnd ouch dehein vngezeichnet noch ander holtz nemen [...], vnd besunder soͤllent si dez ersten die grotzen oder roͤnnen dannan fuͤren.
Jörg, Salat. Reformationschr.
212, 22
(
halem.
,
1534
/
5
):
man waͤre fast jn eyner Ejgnoschaft guͦtt cristen worden / [...] / usgnomen die kuͤschwentz und kuͤmüler jn den grotzen / und da jnn jn lendern.
Rennefahrt, Gebiet Bern
346, 15
(
halem.
,
1577
):
[als dan die spital- und würtskarrer] zuͦ irem eignen nutz und gepruch etlich bränd grotzen und est anghenckt, ufgelegt und heimgfuͤrt [...].
Ebd.
356, 8
(
1593
):
wann einer von dem ime gegebnen holtz allein dz standtromm hinwegfuͤrte und den grotzen im wald verblyben ließ, [...].
Maaler
7r
(
Zürich
1561
):
Den dolder oder grotzen ann boͤumen abhauwen.
Ebd.
193r
:
Groͤtzle / das oberist in eim reyffen aͤre / ist minder denn das koͤrnle.
Jörg, a. a. O.
216, 14
;
Rennefahrt, Zivilr. Bern
765, 3
;
ders., Gebiet Bern
351, 53
;
Henisch
1757
;
Schweiz. Id.
2, 837
;
Vorarlb. Wb.
1, 1246
.
Vgl. ferner s. v. .