2
groppe,
der
;
–/-n
;
zu
mhd.
groppe
ein Fisch, dies aus
mlat.
carabus
(Lexer
1, 1093
).
1.
›kleiner Fisch mit großem Kopf, Kaulkopf, Cottus gobio‹; dazu ütr.: ›Dummkopf‹.
Zur Sache: Urania, Fische [...]
209
.
Bedeutungsverwandte:
,
2
 1, ,
2
.
Wortbildungen:
gropbret
›Brett, das beim Kaulkopffang benutzt wurde‹ (a. 1422),
2
groppen
›fischen, Kaulköpfe fangen‹,
groppenbere
›Netz zum Groppenfang‹ (a. 1336),
groppendienst
›Abgabe von Kaulköpfen‹ (a. 1558),
groppeneisen
›eine Art Gabel zum Kaulkopffang‹ (a. 1662/3),
groppenmal
›Kaulkopfessen‹ (a. 1586).

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat. z iiijv (
Nürnb.
1482
):
Plotz dolb gropp kaulhaupt kopput. gubio.
Adomatis u. a., J. Murer. Zarob.
165
(o. O.
um 1575
):
Dann das ich mich nach fischen stelt | die hab ich nun gantz ußerwelt | Salmen und Hecht ouch vil der Trüschen | [...] | Groppen / Schlyen / Rheling und Nasen.
Hampe, Ged. v. Hausrat
4, 18, 4
(
Straßb.
um 1514
):
Wurffgarn zů Fischen vnnd zů Salmen | Ouch Gruppen oder kopten vnd wyß fisch.
Bobertag, Eulensp.
64, 29
(
Straßb.
1515
):
da fand er etliche knoͤtlin im hindern. Da gedacht er, dz můß der gropen
[die er tags zuvor gegessen hatte]
eine sein, den man sagt Lexuluander, da der bisem her kumpt.
Sudhoff, Paracelsus
8, 38, 13
(
1530
):
wie können mir dann die gruppen und kodrolzen, doctor und meister mit züchten zu reden verargen.
Buck, U. v. Richent. Chron. Conz.
40, 31
(
alem.
,
um 1430
):
ain mauß groppen umb xviii ₰, item ain mauß hürling umb iii ₰.
Kläui, Schweiz. Urbare
2, 14, 6
(
halem.
,
1371
):
ob tisch sol man ain retig geben und groppen und andern vischen, das dri trachten mit vischen werdin.
Rennefahrt, Gebiet Bern
448, 1
(
halem.
,
1510
):
Der groppen halb ist angesechen: so bald und einer im leych rogen ankompt, das dann soͤlich groppen weder mit koͤrben, garnen oder baͤren nit gevangen soͤllen werden.
Rennefahrt, Recht Laupen
180, 20
(
halem.
,
1528
):
das die, so da groppendt, im alle jar ein halbe maͤß groppen gaͤben muͤssen, so doch die von Louppen [...], so da groppendt, semlichs nit gaͤben.
Schwarz, Awürt. Lagerb.
1, 239, 1
(
schwäb.
,
1527
):
mogen dye burger zu N. mit ainem drithalbschüchigen hemlin gruppen darinnen vahen.
Henisch
1750
(
Augsb.
1616
):
Gropp / inn Schweitzerland / Cop, vel Kopp, inn Kaͤrnten / anderstwo Kap / kopt / gropt / kalrap inn Francken / anderstwo Bapst / papa [...]. Kaulheupt / capito gobio [...]. Jst gut an Liechtmeß / vnnd darnach biß inn den Aprilen.
Merk, Stadtr. Neuenb.
101, 3
;
Boner, Urk. Aarburg
126, 41
;
Chron. Augsb.
5, 53, 19
;
280, 17
;
Bremer, Voc. opt.
278
;
Schmitt, Ordo rerum
320, 5
;
Voc. Teut.-Lat. m viijr; n jv;
Alberus q ijr;
Maaler
193r
;
Rwb
4, 1114
;
Bad. Wb.
2, 477
;
Martin/Lienhart
1, 279
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
157
;
Schweiz. Id.
1, 539
;
2, 788
;
4, 158
;
4, 1456
;
5, 901
;
Schwäb. Wb.
3, 850
;
Vorarlb. Wb.
1, 1244
.
Vgl. ferner s. v.  1, .
2.
eine Krebsart.

Belegblock:

Hulsius M iijv (
Nürnb.
1596
):
Murkolb / gropp / vne sorte de chancre.
Dasypodius
361r
(
Straßb.
1536
):
Kop / můrkolb. grop. Carabus.