grisseln,
V.
›erstarren, stocken (vom Blut); schaudern, Grauen vor etw. haben‹.
Phraseme:
bis in js. tot grisseln
›zu Tode erschrecken‹;
das har grisselt jm. gen himel
›das Haar steht jm. zu Berge‹.

Belegblock:

Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
121, 15
(
rhfrk.
,
um 1435
):
Als die konnigynne den twerg gehort / da begonde ir von grosseme zorn alles blüt zü grysselen.
J. W. von Cube. Hortus
101, 7
(
Mainz
1485
):
wan wie der schweiß vß dem me͂schen geet vñ ym grisselt zwuschen sel vñ fleysch so er in engsten ist.
Barack, Zim. Chron.
1, 589, 33
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Allererst do begund mir | Mein har gen himel grislen | Und alles mein blut wislen.
Ebd.
3, 379, 24
:
haben er, auch das weib und die künder darein gegriffen und darin biss in iren todt grisslet.
Henisch
1747
.