grempel,
der
;
zur Etymologie s. Schweiz. Id.
2, 736
.
1.
›Trödel, Tand; unnützes Zeug‹.
Wortbildungen:
grempelhauptman
›Aufseher über die Händler am Markt‹ (a. 1639),
grempelknecht
(a. 1532), ˹
grempelmarkt
,
grempelplaz
(16. Jh.), jeweils: ›Trödelmarkt‹˺,
grempelwerk
1 ›Trödelware‹ (16. Jh.).

Belegblock:

Mieder, Lehmann. Flor.
778, 7
(
Lübeck
1639
):
Man haͤlt offt einen / alß haͤtt man jhn auffm Grempelmarck kaufft / oder vnter den alten Eysen funden.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 483, 35
(
hess.
,
1586
):
Eß sollen auch die schmidt keinerley gemacht new eysenwerck oder alteß [...] uff dem grempelmarck fail haben.
Pyritz, Minneburg
205
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
auch die burc zu Montsalvas, | [...] | Daz waz gein dem ein crempel.
Bächtold, N. Manuel. Klagr.
241, 132
(o. O.
1528
):
der mit sölchem bracht | All winkel vol hat gstift in tempel | Und ufgericht ein sölchen grempel.
Chron. Augsb.
8, 144,
Anm. 3 (
schwäb.
,
1562
):
daß solcher täglicher Grempelmarckt auff den begreptnussen der erlichen, alten geschlechtern ain ergernus its.
Rot
358
(
Augsb.
1571
):
Vendet, Ein ort da man allerley ding feyl hat / vnnd verkaufft / Graͤmpelmarckt / fürleg / Taͤntel marckt / als forum scrutarium, da man alts ding allerley gattung feyl hat.
Henisch
1739
(
Augsb.
1616
):
Grempel / grimpel / gruͤmpel grümpelwerck / das nicht vil werth ist [...] scruta.
Schmidt, a. a. O.
1, 473, 24
;
Dasypodius
338v
;
Alberus b iiijr;
Serranus
89r
;
Hulsius G ivv;
Pfälz. Wb.
3, 430
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
153
;
Schweiz. Id.
2, 736
ff.;
4, 412
;
Schwäb. Wb.
3, 823
/4.
Vgl. ferner s. v. .
2.
›Kleinhandel‹; metonymisch zu 1.
Wortbildungen:
grempelweise
›im Kleinhandel‹ (a. 1412),
grempelwerk
2 ›Kleinhandel‹ (A. 16. Jh.).

Belegblock:

Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
625, 43
(
halem.
,
1451
):
er schwere dann den eid, [...], daby keinen graͤmpel nit zetriben.
Rennefahrt, Wirtsch. Bern
51, 27
(
halem.
,
1634
):
daß [...] allerley grämpel, ouch gemeiner burgerschafft höchst schädliche uff- und fürköüff so gar überhand genommen, daß [...].
Müller, Lands. St. Gallen
92, 38
(
halem.
,
1557
):
So befint man doch, das söllichs wenig gehalten, sonderlich aber in garn und werckh kouf den armen lüten zů großem nachtail überschwenklicher und unlydenlicher grempel täglich geüpt würt.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
154
;
Schwäb. Wb.
3, 823
/4.
Vgl. ferner s. v. .