greitig,
Adj.
›habgierig, in unziemlicher Weise gierig nach Speise u. ä.‹.
Vorwiegend wobd.

Belegblock:

Altmann, Wind. Denkw.
326, 11
(
wmd.
,
um 1440
):
daz kam dovon, das die pfaffheit so gritig was, daz sie alle die welt gern zu ire gewalt hetten brocht.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
179, 33
(
els.
,
1362
):
Jn deme herbest meret sich vnmůt, der machet gritig vnd vngewillig; denne fastet man fúr alle úberflússige begirde.
Ebd.
517, 18
:
[ein richter zů Rome] was so gritig noch gůte das er dicke vrteil sprach vmb goben.
Ebd.
768, 29
:
Dirre bezeichent die gritigen priestere die das gotzhus enterent mit irre gritikeit. Do von sprach Jeremias: Sú folgent alle der gritikeit noch.
Vetter, Pred. Taulers
35, 18
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
múgen wir nemen hochvartige und zornige und hessige und gritige und unkúsche, und also von allen den die in diser wise siech sint.
Strauch, Schürebrand
33, 10
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
so sú des ie me hant, so sú ie minre begnůget und ie giriger und ie gritiger werdent.
Ebd.
49, 21
:
die gritigen eigenschafter, die hochfartigen herscher [...] werdent sitzende zů underste an dem tische der ewigen pine.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
24, 14
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
ein geitiger
[Var. L: alem. 1460/70:
grittiger
]
slunt, ein stinkender leimtigel.
Strauch, a. a. O.
47, 15
;
Chron. Strassb.
338, 18
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
156
;
Vgl. ferner s. v.  4.