greit,
der
;
-es/–
;
zu
mhd.
grît
›Geiz‹
(Lexer
1, 1089
).
›Habgier, Begierlichkeit; Geiz‹.
Vorwiegend els.
Bedeutungsverwandte:
(
der
).
Syntagmen:
den g. lassen / meiden; mit g. überladen sein, jn. mit g. jagen, jn. vor g. behüten; g. des babstes, der christenheit, der kardinäle; der grosse g.; in grites weise; von g. wegen
.

Belegblock:

Williams u. a., Els. Leg. Aurea
37, 20
(
els.
,
1362
):
daz sú grit mittent.
Rieder, Gottesfr.
85, 36
(
els.
,
1375
):
wanne die hoͮbet, si sigent geistlich oder weltlich, an den es stot, die sint verre daz meiste teil mit großeme grite und mit großer hochfart úber laden.
Illing, Albert. Sup. miss.
530
(
els.
,
n. 1380
):
Wenne so der mensche gelot den grit sinre eigen besitzunge.
Ebd.
936
:
Dise cosper spise
[Eucharistie]
behuͤtet oͮch den menschen [...] vor vnkúschikeit, fresserige vnd grite.
Vetter, Pred. Taulers
312, 20
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
[der viget] jaget dich mit maniger hande bekorunge: es ist mit hochvart, mit grite, mit allerleige untugende.
Chron. Strassb.
340, 15
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
wie er [Pilatus] die Juden [...] zů vaste beschetzete und beroubete von grites wegen noch gůte.
Illing, a. a. O.
1006
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
156
;
Martin/Lienhart
1, 286
;
Schweiz. Id.
2, 826
.