greisen,
V.
›ergrauen, alt und grau werden (vom Menschen); grau, farblos werden (von Sachen, z. B. vom Laub)‹.

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged.
38, 23
(
1631
/
9
):
der Saft vertrucknet aus, der matten Erden Man, | der müde Himmel greist. Die Mutter, die veraltet, | wird runzlicht an der Haut.
Stackmann u. a., Frauenlob
5, 15, 19
(Hs. ˹
nobd.
,
3. V. 15. Jh.
˺):
des must ir ere, ir selde, ir heil mit lobe in wirden grisen.
Thiele, Minner. II,
14, 96
(Hs. ˹
wobd.
,
15. Jh.
˺):
hie mit das lob wirt rissen, | falwen und och grissen.
Adrian, Saelden Hort
268
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
daz ander dich lan grisen | an lip, an gůt och umbeswert.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
1, 30, 9
(
schwäb.
,
1471
):
Ich was Jung vnd fräden vol, | [...] | Nun hab ich yetz chainen můt, | [...] | Ich kreys, hust vnd würff vsz, | Das nyemant rů hat in dem hus.
Ebd.
1, 35, 29
:
In der iugent můsz er greisen | Vor pittern sorgen!
Klein, Oswald
87, 24
(
oobd.
,
1417
):
von nöten greiset mir der bart.