grassach,
das
;
Kollektivbildung zu
2
(zu
-ach
s. Lexer
1, 17
).
›belaubtes Astwerk von Nadelbäumen (besonders zur Streu)‹; ütr.: ›Platz, auf dem das aufgeschichtete Astholz gelagert wird‹.

Belegblock:

Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
152, 30
(
m/soobd.
,
1573
):
Ain jedlicher hatt recht zu holzen prenholz, zaunholz, grassecht schneiten und zu halten.
Ebd.
240, 9
:
kainer im gericht soll die gewöhnlichen steeg, [...] mit stain, stecken [...] vermachen, verschlagen noch verzeünen [...], dardurch den vieh und wegen schaden und verhinderung bescheehen mögte, füeren und nit mit grassach eben machen.
Ebd.
368, 10
:
welcher ainer dem andern in seinem haiholz haimblicher oder ofentlicher weis holz oder grassach hackt und schaden thuet, der soll den schaden wider zu keren.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
91, 11
(
smoobd.
,
1623
):
welche grichtsleit [...] umbgefalnes vieh haben, die solten sich deshalben bei dem (salvo honore) veldmezger auf dem grassach negst bei dem schloß Titmoning anmelden.
Ebd.
116, 33
:
Grassach stimblen. Wann ainer grossach stimbelt mag er zwai pambl abschlochen, darin er doß grossach haimbfürt. mer, won ainer ain paumb stimblt zu grassach, sol er zustimbln, das er fruchtbar bleibt.
Patocka, Salzwesen.
1987, 232
.