grapen,
1
grappen,
1
groppen,
V.;
zur etymologischen Einordnung: Schweiz. Id.
2, 786
.
›nach etw. greifen, grapschen, tasten; jn. berühren, ergreifen‹.
Bedeutungsverwandte:
 1,  4,  1, , (V.) 1.
Wortbildungen
grappeln
(dazu bdv.:  1, ),
grappisch
›streitlustig‹ (1. H. 16. Jh.),
grapsen
›grapschen, greifen‹.

Belegblock:

Hübner, Buch Daniel
5913
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Nach den kumet ein kunic | Creftic, mechtic, der den sie | Grappit vor allen vursten.
Dienes, E. Gros. Witwenb.
57, 18
(
nürnb.
,
1446
):
Aber do man noch ir grappfet
(
pf
hyperkorrekt)
, das sie dor v̈mmb müste sterbe.
Ebd.
82, 6
:
[Do] er ir sagte seyn we, do grapset sie ym noch gewonheit noch der hant.
Voc. Teut.-Lat. m vijr (
Nürnb.
1482
):
Grappeln od’ zappeln. palpitare. od’ tasten.
Lappenberg, Murner. Ulensp.
49, 27
(
Straßb.
1519
):
so bisz in ein floch im hindern, nach dem grappelt er endlichen vnd fand er etliche knötelin im hindern.
Jörg, Salat. Reformationschr.
180, 18
(
halem.
,
1534
/
5
):
mit was grusamem wuͤten Zwinglj der zytt har gfaren / und wie er von eim ann das ander graappett.
Maaler
59v
(
Zürich
1561
):
Das Beruͤren oder grapen.
Ebd.
191r
:
Grapen / Antasten / Vmbhin grappen. Attectare.
Ebd.
399r
:
Mitt den henden hüpschlich voranhin Tapen oder grapen vnd greyffen.
Henisch
1730
(
Augsb.
1616
):
Grappen / (greiffen) herzuziehen / zucken / tangere, apprehendere, von dem Hebraischen garaph, intra pugilum manus aliqvid occultare.
Harsdoerffer. Trichter
2, 145, 15
;
Dietz, Wb. Luther
2, 160
;
Crecelius
1, 431
;
Schles. Wb.
1, 444
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
153
;
157
;
Schwäb. Wb.
3, 792
/4;
Schweiz. Id.
2, 786
.