grünspan,
grünspat
(selten),
grünspach
(1 Beleg),
der
;
zum Verhältnis der Belegformen s. Dwb
4, 1, 6, 960
.
›Grünspan, giftiges basisches Kupferacetat‹;
vgl.  1.

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
188, 4419
(
Magdeb.
1608
):
Wie Victril wenn er mit gruͤnspahn / | In Schuster tinten wird gethan / | Ein gluͤend stahl zu kupffer macht.
Jahr, H. v. Mügeln
110, 605
(
omd.
, Hs.
1463
):
das silber wandel ich in golt | [...] | alun ich nem und minium, | mit salze armoniacum, | tutiam und den grünspan.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
43, 2
(
osächs.
,
1570
/
7
):
weineßig, gemein salz, grünspan und schreib damit uf das eysen.
Keil, Peter v. Ulm
152
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Wil aber der schad nicht heylen, so nym ij lot grunspan, nym j lot salpeter.
Voc. Teut.-Lat. n ijr (
Nürnb.
1482
):
Grunspan. oder spangrun. spameta.
Henisch
1763
(
Augsb.
1616
):
Gruͤnspon / spaen / kupffergruͤn / kupffer rost mit sonderem fleiß vnd grossem vnkosten gemacht [...], wird gemacht auß kupffer bleche͂ / so vber den essig gehenckt werden inn geschirren / das nicht anrüeret / demnach vber zehen tag abgeschaben.
Eis, Albrants Roßarzneib.
111, 23
(
oobd.
/
wböhm.
,
2. H. 13. Jh.
):
So daz ros den wurm hat [...] so nim ain ros pain und prin daz ze pulver und nim dar zu gruͤnspat.
Deinhardt, Ross Artzney
346
(
oobd.
,
1598
):
Prenn in durch mit ainem haissen eisen, reyb darein grüenspach vnnd bint die wunden zue vber tag.
Keil, a. a. O.
159
;
165
;
197
;
Schmitt, Ordo rerum
163, 19
;
Haage, C. H. v. Hoff. Kunstb.
114, 31
;
Deinhardt, a. a. O.
75
;
139
;
301
;
Starzer, Qu. Wien
1, 5, 5814, 105
;
Rechn. Kronstadt
2, 489, 1
;
Schwäb. Wb.
3, 883
;
Lehmann, Rezeptb.
186
.