gründig,
Adj.
1.
›tief nach unten fallend, abgründig (von Felsen)‹;
vgl.  3.

Belegblock:

Schwäb. Wb.
6, 2074
(a. 
1558
).
2.
›einer Sache auf den Grund gehend, sachkundig, begründet, stichhaltig, plausibel; klar an Aussagekraft, deutlich‹; vgl.  10-12.

Belegblock:

Kohler u. a., Bamb. Halsger.
268, 9
(
Bamb.
1507
):
Wo aber yemant die gemelten habe [...] vor gruͤndiger erfindung gemelts vnrechten herkumens [...] ausszutegen begeret.
Ebd.
276, 13
:
Nach dem soͤliche schlechte lewte, als gewonlich an den halssgerichten sitzen, [...] begreyflich vnd gruͤndig nit sovil vnderwisen werden koͤnnen, damit sie in allen jrrigen zweyfelichen fellen rechtmessig vrteyl erfinden.
Ebd. Corr.
44, 25
(
16. Jh.
):
So solle dieselbig dirnn, vmb grundiger sicherheit willenn, durch frauen, des verstendig, [...] besichtigt, daraus gruntlich erfarnn mag werdenn, ob sie ein kindlein gehabt hab.
Turmair
1, 47, 35
(
Ingolst.
1519
):
Nach grundiger und wârhafter erfarung befind ich itzt obgemelter Aventinus, das [...].