gottespriester,
der
.
›Person, die ihr Leben dem Dienst an Gott geweiht hat, (in der Regel) Geistlicher‹;
vgl.  1,  2.

Belegblock:

Luther, WA
24, 7, 9
(
1521
):
das zwisschen myr, Martino Luther, und dem aller Hochgelertisten, trefflichen gottis priester und Licencia. der heyligen geystlichen recht, Hieronymo Emßer, eyn hartter streyt sich erhaben.
Ebd.
8, 248, 6
:
Auß solcher ehehafftiger nott hatt er widder mich, alß eynem gottis priester gepurt, tzustreytten fur genommen
(bei Luther in Bezug auf Emser eher polemisch gebraucht).
Reissenberger, Väterb.
11024
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Als die messe ein ende nam, | Der Gotes prister lobesam | Nam die bruder hin bi sit.
Turmair
4, 46, 4
(
moobd.
,
1522
/
33
):
damit der mensch als ain gotspriester zu einem gotshaus und götlichen sal götliche vetterliche güethait [...] säch und betrachte.