gottesman,
der
;
-mannes/-leute
.
1.
›von Gott auserwählter Mann; sich in Gottesfurcht und Gottesdienst besonders hervortuender Mann, Heiliger‹;
zu  1.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen
(Kopfform):
gottes
.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Jer.
35, 4
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
und vurte si in das huys des herren zu der tresilkamir der sone Eman Jezedelien des gotismannis
[Luther
1545
:
des mans Gottes
]
sonis.
Reissenberger, Väterb.
2094
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Antonius, der Gotes man, | Pauli roc nam zu sich.
Ebd.
39603
:
Get und suchet den Gotes man, | Der Gotes willen hat getan.
Loesch, Kölner Zunfturk.
2, 112, 26
(
rib.
,
1402
):
wat vische de goetz heischent [...], de sal unse boede verkoufen up sinen eit.
Maaler
190r
(
Zürich
1561
):
Gottleüt / Gottsleüt. Sacricolæ.
2.
›Kirchenpfleger, Spitalverwalter, Kirchenvorsteher‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  2, .

Belegblock:

Rechn. Hermannst.
348, 7
(
siebenb.
,
1503
):
von wegen der armer lewt, dÿ do komen aws dem lant als dy sychen, so hat man gegeben Hermano, der do yst gotesman flor. 5.
Rwb
4, 1031
.
3.
›Gotteshausmann, in Abhängigkeit von einer kirchlichen Herrschaft stehender Mann; Pächter von Kirchengut‹.

Belegblock:

Rwb
4, 1031
(a. 
1617
;
1620
).