gottesliebe,
die
;
-Ø/–
.
›Gnade und Barmherzigkeit Gottes gegenüber dem Menschen‹; ütr.: ›durch Gott ermöglichte wahre Liebe und wahres Vertrauen von seiten des Menschen ihm gegenüber; durch Gott initierte Barmherzigkeit des Menschen gegenüber anderen‹;
vgl.  1.
Bedeutungsverwandte:
 14.

Belegblock:

Luther, WA
28, 636, 28
(
1529
):
Sihest du alhie, wie ein gewaltiger Herr und Gott der leidige Mammon sey, das er auch alle Gottes liebe und Gebot zu nicht machet und fuͤr nichts halten leret?
Ebd.
34, 2, 319, 22
(
1531
):
den hohen standt gotes lib lassen sie hyn gehen.
Ebd.
37, 548, 13
(
1534
):
der heiligst wandel ist der, sich uben jnn Gottes lieb.
Reissenberger, Väterb.
9411
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Daz sie in sůhten durch ir not, | Wan er in sine helfe bot | Durch die Gotes liebe.
Schönbach, Adt. Pred.
16, 27
(
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
die ware minne ist stark als der tot. der tot nimet, oberhand ober oberaz, ubertrank, unkuscheit, tanzen und [...] ander sůndliche dinc. also tut die gotes liebe, hastu sie stark.
v. Birken. Erzh. Österreich
78, 35
(
Nürnb.
1668
):
wird er nicht arm kommen / wann er bey sich hat das baͤste Gold / und den wahren Reichtum / der Gottesliebe / Weißheit / und Gerechtigkeit.
Gierach, Märterb.
25707
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
nün pistu
[Cruzifix]
der gnaden vol, | die gottes lieb ist nün pey dïr. | man schol dein gern mit ganczer gïr.
Luther, WA
45, 150, 37
;
396, 35
.