gottesgebot,
das
;
–/
, auch
.
›(in der Bibel festgeschriebener) Wille Gottes‹; metonymisch: ›einzelnes von Gott verordnetes Gesetz‹.

Belegblock:

Luther, WA
8, 283, 9
(
1521
):
Alle gottis gepot sind mehr darumb gesetzt, das weyßen sollen die vorgangen und kegenwertigen sund, denn das sie die tzukunfftige vorbieten.
Ebd.
22, 221, 38
(
1544
):
das menschliche geschlecht [ist] so verderbt, das niemand zu finden ist, der nicht alle Gottes Gebot ubertrette.
Ebd.
22, 243, 26
:
wie Moses Deuter. vi. auffs kurtzste die summa aller Gottes gebot fasset, wie wir beide gegen Gott und Menschen leben sullen.
Quint, Eckharts Pred.
2, 59, 4
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Alliu gotes gebot diu sint von minne und von der güete sîner natûre.
Reissenberger, Väterb.
7357
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Als si volbrahten Gotes ampt | Und man den bruderen allensampt | Gebredegete die Gotes gebot, | Wie sie solten minnen Got.
Rosenthal. Bedencken
30, 17
(
Köln
1653
):
wiewol vns allen obligt nichts das Gottes Gebott nit ist / dafuͤr außzugeben.
Vgl. ferner s. v.  2,  2,  1.