gotschelten,
V.
›Gotteslästerung verüben‹;
zu  1.
Wortbildungen
gottesschelter
(dazu bdv.: , , ),
gottesscheltung
(dazu bdv.: , , ).

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat. l vr (
Nürnb.
1482
):
Gotesschelter gotsswerer gotslesterer gotsubelhe͂dler.
Ebd. l vir:
Gotsscheltu͂g gotssweru͂g gotslesteru͂g gotsubelhandlu͂g. blasphemia.
Gille u. a., M. Beheim
123, 238
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
den [meinen herrn] man dann hat gehaissen | Des volkes ainn verfürer, | gacz schelter, verkerer der e, | fresser, füller und andrer me.
Müller, Lands. St. Gallen
7, 17
(
halem.
,
1468
):
so haut min gnediger herr enpfolhen, zü verbieten gottschelten und frefel unzimlich schweren.
Jaspers, St. v. Landskron
39v
, 18 (
Augsb.
1484
):
Es verbeüt auch alle gotscheltung. abgoͤttereÿ. zaubereÿ. lapperey.
Winter, Nöst. Weist.
2, 675, 29
(
moobd.
,
1433
):
wo der richter in der herrschaft gottschelter oder gottschwörer findt, die soll der richter zu seinen handen nemen und die zungen zu dem naken außziehen lassen.
Schweiz. Id.
8, 723
;
Schwäb. Wb.
6, 2059
.