goldfinger,
der
.
›Ringfinger der linken Hand, der sog. Herzfinger‹; als Metonymie: ›Ring, der am Finger getragen wird‹;
zu  2.
Bedeutungsverwandte:
, .

Belegblock:

Neumann, Rothe. Keuschh.
3532
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
wanne di ader get dem hertzen zu | da man den reiff sal an thu. | dar umme ist her der golt finger genant, | nehest den cleinen an der lincken hant.
Voc. Teut.-Lat. l vir (
Nürnb.
1482
):
Goltfinger golttrager. fidius. i. anularis.
Rupprich, Dürer
2, 205, 590
(
nobd.
,
1513-15
):
Der golt finger ist hinden van seiner leng preit ⅕ vnd fornen eins firteils schmeler.
Sachs
16, 225, 12
(
Nürnb.
1562
):
Da tranck die fürstin unverzagt | Und sah das halb goldfingerlein | In der schewren ligen im wein; | Das erkennts, daß deß fürsten was, | Und es an ir halb ringlein maß.
Golius
94
(
Straßb.
1597
):
Digitus annularis, der goldfinger / hertz finger.
Rupprich, a. a. O.
2, 205, 548
;
Dasypodius
320r
;
Alberus Vuv;
Schmitt, Ordo rerum
341, 27
;
Schweiz. Id.
1, 864
;
Schwäb. Wb.
3, 740
.