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gogel,
die/der
;
zu
Gogel
(Dwb
4, 1, 5, 673
).
›Scherz, Posse; Übermut, Geilheit‹.
Wortbildungen
gogeler
›unkeuscher Mensch‹ (dazu bdv.:
1
 2, ).

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat. k jr (
Nürnb.
1482
):
Gailer od’ vnkeuscher. lasciuu od’ gogeler.
Niewöhner, Teichner
352, 69
(
moobd.
,
1360
/
70
):
waz der vater paz derchant | in einem graben rokch weit | denn dw suͤn, da wunder an leit | von reinischait, von maniger gogel.
Turmair
5, 73, 3
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Da vergelobet er got [...], wo er im sig gäb, so wölt er den gailen huerenpfaffen iren gögel, muetwillen und unkeusch vertreiben.
Schwäb. Wb.
3, 735
/7.