gnippen,
V.;
lautmalerische Variante zu
gnappen
(Dwb
4, 1, 5, 648
).
1.
›hinken, torkeln‹.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu.
1, 126, 3
(
1542
):
Ins halseisn mit der alten glatzn | [...] | Der gnippend grubensucher der!
2.
›hüpfen, springen herumtanzen, torkeln; (einen Körperteil) regelmäßig hin und her bewegen, um Aufsehen zu erregen; stolzieren‹.
Bedeutungsverwandte:
 3.

Belegblock:

Fastnachtsp.
383, 17
(
nobd.
,
v. 1494
):
Dort gickes geckes awe gnoe, | Ein ander schlahens auf der trumpen; | Gnippen und gnappen, tanzen und gumpen | Treibt junk und alt.
Spanier, Murner. Narrenb.
44, 59
(
Straßb.
1512
):
Dann ist das gnappen ir erloubt | Mit dem arß vnd mit dem houpt, | Vnd gnipt vnd gnapt die zart vnd rein.
Ebd.
64, 7
:
Man můß sich zů der herrschafft neigen | [...] | Vor dem tisch ston, gnippen gnappen, | Vnd stryflen im syn narren kappen.