Leuigatum. Glatt geglättet gehoͤblet ¶ lindt sanfft weich milt gemiet.
Weiter wird die Archa gemacht von glaten und gehofelten thennen holtz. [...]: das sie [tugend] [...] ist wie ein fein schlecht glat holtz, das on este ist.
Ders. Hl. Schrifft.
Jes. 57, 6
(
Wittenb.
1545
):
Dein
[
... falsche Rotte ...
, Marg.]
wesen ist an den glatten Bachsteinen / [...] / den selbigen schüttestu dein Tranckopffer.
jre Füsse [...] glinzeten / wie ein hell glat
gluendis
poliert
helles
]
ertz.
meerbintzen / glattbintzen / handbintzen.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
18, 9
(
Frankf./M.
1568
):
Denn henck ichs auff / laß drucken wern / | Schneweiß vnd glatt / so hat mans gern.
Die BuͤchsenRor die mach ich mit / | Kurtz vnd lang / Eysern / starck vnd fest / | Außbort / auff das gltettest
[sic !]
vnd best.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 327, 26
(
hess.
,
E. 16. Jh.
):
allerlei sorten und gattungen der burschidt, die seien raw, glat oder schlecht.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
107, 10
(
osächs.
,
1570
/
7
):
so lüfte die rinden unter dem obern querschnitt mit einem glatten beinlein auf beiden seiten von dem holze
[bei der Veredelung von Bäumen].
Glatter im angesicht. glabilis. od’ kaler.
glatter Balcke / darauff die obere buͤne ligtt.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
1359
):
do ein glat tenne ist, do endarf man nút denne das man mit einem vederwúsche hie úber var.
Thiele, Minner. II,
13, 318
(Hs. ˹
nalem.
/
sfrk.
,
1470
/
90
˺):
wa zwen blinden | in einer heissen aschen | ein glatten pfennig vinden, | von den so hebet sich ein michel daschen.
Kurz, Murner. Luth. Narr
(
Straßb.
1522
):
Wan ir [pfaffen] kasten ist gefült | [...] | Dan ist das ewangelium recht, | Wol verstanden glat vnd schlecht.
Roloff, Brant. Tsp.
59
(
Straßb.
1554
):
Der ander [weg] ist glat / lustig und weyt | Dann er vil gebraucht würt allzeyt.
Glatt vnnd eben / Lieblich an zeruͤren. [...]. Glatt / wie ein ey. [...]. Glatt angesicht [...] / Nit bartaͤchtig. Ora læuia. [...]. Glaͤtte (die) schoͤne / sauberkeit. Nitor, Læuitas. [...]. Glatthobel / Mit dem die arbeit außgemacht wirt / Dem ist zuͦgegen der haarer / schürpffer oder rauchhobel.
Glette (die) Fleyssige außbutzung oder außpolierung. Politura, Nitor, Splendor.
jre Sebel waren maistthails beschlagen / mit lang verguldten beschlaͤgen / welche glatt / vnd so glantzend / wie [...].
Glatte Schaafe / welche die Wolle fallen lassen. [...]. Glatt geschliffen ist baldt gewetzt.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
643
(
oobd.
,
1607
/
11
):
stab daran man geht, [...], oben der knopf mit schönen türckessen und topasien glatt versetzt.