Schade, Sat. u. Pasqu.
(o. O.
1587
):
Sie saufen aus hantfaßen und auß schuen, | Sie freßen glas zu einander.
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 308, 17
(
preuß.
,
1417
):
sal man allirley getrencke in steten und uffm lande bei eyme gantczen stoffe [...] schencken, und mit keyme glase messen.
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
96, 19
(
preuß.
,
1432
):
10 grose glesir, item 1 schok glasedecken, item 3 schok cleyn bechir.
Thielen, Gr. Zinsb. Dt. Ord.
110, 9
(
preuß.
,
1437
/
8
):
1 glas vol mit heyligthum.
Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. vngerat. Sohn
(
Wolfenb.
1594
):
ein Glasichen, daraus ich trincken könne.
Beckers, Bauernpr.
57, 7
(
Köln
1515
/
18
):
v’suych off ey͂ feucht ad durr jair komen sall. vñ dat duyt mã mit eyne͂ glaß voll wassers.
Struck, Joh. Pfannstiel
155, 12
(
mosfrk.
,
1542
):
Vor gelesser zum gebranten wasser 6 alb.
vnd hencken dar an [este] gleser darinne fallent droppen vnd also wirt gesamelt der balsams safft.
Kollnig, Weist. Schriesh.
144, 30
(
rhfrk.
, Hs.
1620-1702
):
bundbare wunden, auch blutrunst, item kanten-, kraußen-, gläßer-, leuchter-, teller-, und dergleichen würf.
Hübner, Buch Daniel
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Wir waren ein spiegel clar, | Nu ein glas nach aschen var | Werden wir in kurtzer vrist.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
18, 27
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
in der swarzen kunst würkest und bannest die geist in ein seltsam glas.
Otten Hayden ist die stat verboten [...] daruͤmb, daz er einen mit einem glase durch den kopf warf.
Keil, Peter v. Ulm
42
(
nobd.
,
1453
/
4
):
thu es zusamen in ein glas vnd thu dorein j lot salmiax vnd laß es dorjnne zurgen.
Die [steinlein] scholtu also behalten: Du solt sie in ein gleslein thun vnd solt daz glaß wol zustopffen.
Gerhardt, Meister v. Prag
164, 20
(Hs. ˹
nobd.
,
1477
˺):
ir gleisner ir reyniget nw das aussen an pechern (vnd an glesern) vnd an schuseln was aber ynwendig in euch ist das ist vol raubes.
Fischer, Folz. Reimp.
40, 16
(
Nürnb.
um 1488
):
Schüsselring, waschpürsten, glaßdeck, | Löffel, salczvaß, ein fligenwedel.
Gille u. a., M. Beheim
354, 113
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Crausen, gleser, pecher | dÿ sein uns vil zu ringe. | schaff und potich du pringe!
Loose, Tuchers Haushaltb.
(
nürnb.
,
1512
):
dem maister Hans barbierer fur 3 gleßlen czeenwasser ½ gülden.
der hat meiner frawen geschenckt 6 gläßlein mit rossenwasser.
Roloff, Brant. Tsp.
1821
(
Straßb.
1554
):
Wer weiß was ime mag sein beschehen | Villicht hatt er den Teüffel im glaß gesehen.
Feur under, so gibt es ein öli. das selbig öli schütt in ein andern kolben oder glas oder kanten.
Broszinski, Minner. Chir. Parva
81r, 1
(
halem.
,
2. H. 15. Jh.
):
Rp. cere j quart, [...], feni greci púluert iegklichs / zwey settit, safft von glaskrut, essich, iegklichs ein quart.
Was aber die glaßtreger anlanget, welche aller gattung gleser und gutteren in das land bringend (und kraͤtzentrager genampt werden moͤgend), sölle [...].
Wyss, Luz. Ostersp. 3, 39, vor
37
(
Luzern
1616
):
So die ersten gleser laͤr, wollend die diener meer ynschencken.
Daß ich schertz mit dem gläsle hab triben, das ist auch nit [war], aber ich han ain klain wenig geharnet in ain klain glesle.
Barack, Zim. Chron.
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
die [vögel] sein in schönen geschmelzten glesern zun fenstern hinauss geflogen.
Glaßbirn / vitreum, ampullaceum, collo ampullæ instar tumido.
Den Teuffel vnd GOtt in ein Glas bannen / jungere vulpes.
Glasbrett / darauff die Glaͤser verwaret werden [...]. Glaskraut / Mawerkraut [...] muralis herba, vitrago [...] à herba, qua vitræ purgantur. [...] Glas Wurm / cantharis, vermis, qui plerunque in vasculis clauditur fervaturque.
Ein schoͤne Docken [...] ist ein guter Wein iñ einem gruͤnen Glas. Es hilfft kein loͤten noch leime͂ an einem alten glas / nichts bessers / denn wider mit jhm zum fewer [...]. Es mag leicht ein hartes troͤpfflein fallen / oder ein stoͤßlein kommen / so ists vmb ein schwach Glas geschehen. Pr[overbium] Ein Glas lehret vns all fein / Daß wir gebrechliche Faͤsser sein. Die grosse weißheit bricht Glaͤser vnd Krausen. [...]. Rechte maß halt mit dem Glas / Es zerbricht sonst vnd macht naß.
Kummer, Erlauer Sp.
(
m/soobd.
,
1400
/
40
):
di salb hat ein starch mit seiner nasen | wol zerstoßen in einem glase.
[Der Glaser] Mit blasen machet lobeson | Glaͤser, so durch scheinet die Sonn.
Das ia Lebn ist ein Wasserblaß / | Ein Fluß, Fad, Blum, Dunst, Schatt vnd Glaß.