gier,
Adj.
1.
›habsüchtig, habgierig‹;
vgl.
1
(
die
3.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4, (Adj.), ,  1, .

Belegblock:

Chron. Köln
1, 1293
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
wan e dat hie [gebuyr) vp stigende is, | hie is gijr ind valsch, des sijt gewijs.
Kurz, Waldis. Esopus
4, 100, 82
(
Frankf.
1557
):
Nam etlich von den Hofe schrantzen, | Die Geltfresser vnd geiren Pantzen, | Gab jn ein grosse summen Gelts.
2.
›geizig‹;
vgl.
1
(
die
3.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. (Adj.) 6,  2,  1, , .
Gegensätze:
(Adj.) 2.

Belegblock:

Buch Weinsb.
2, 325, 3
(
rib.
,
1576
):
der pastor gink bei dem dechen zu disch, hilt gein eigen kost, war seir geir.
Ebd.
381, 3
(
1578
):
halt ich in allen sachen [...] das mittel. [...]; nit zu frolich, nit zu trurich; nit zu milde, nit zu geir.
Ebd.
5, 8, 16
(
um 1560
):
Ich war sperlich, doch nit gans gir.
3.
›eifrig, vorschnell, überstürzt‹;
vgl.
1
(
die
4.
Bedeutungsverwandte:
(Adj.) 1,  4,  3.

Belegblock:

Gereke, Seifrits Alex.
5038
(
oobd.
, Hs.
1466
):
lass dir nicht sein zu gier | auf uns zu ziechen noch zu gach.