gezeug,
gezeuge,
der
 ;
-en, -(e)s/-e, -(e)n, -Ø
;
infolge dichter formaler Überlappung (je nach Apokope, Kasus, Numerus) und semantischer Berührung nicht immer sicher von
gezeug
(
der / das
) zu trennen. – Das Wort kann sich auf jede Person mit einigem Leumund und ungestörtem Urteilsvermögen (sowie weiteren persönlichen Voraussetungen) beziehen, die ein Wissen über einen relevanten Sachverhalt hat und deren Aussage man bedarf; im Zentrum des Gebrauchsspektrums steht der vor Gericht oder in gerichtsähnlich gedachten Situationen Aussagende; eine zweite Belegverdichtung betrifft religiöse Tatbestände, dann verschiebt sich die Bedeutung von dem eher eine Inhaltsaussage Machenden auf den Bekennenden; ein dritter Bedeutungsansatz bündelt weitere, insbesondere auf den Sozialbereich bezogene Belege. – Vgl. generell das gesamte Wortbildungsfeld mit
gezeuge(e)
.
1.
›erwachsene Person in der Regel männlichen Geschlechtes, die über bestimmte persönliche Qualitäten (Wahrhaftigkeit, ungestörten Geisteszustand), einen anerkannten sozialen Status (Stand, Leumund), gesellschaftliche Anerkennung u. a. verfügt und in rechtsrelevanten Situationen verschiedener Art (oft vor Gericht, auch bei der Testamentserstellung, beim Abschluß von Verträgen, bei Beurkundungen usw.) als Wissender zur Klärung eines strittigen Tatbestandes oder als Vertrauensperson für wichtige privatrechtliche Festlegungen fungiert‹; tropisch: ›mit hoher Autorität ausgestattete Person‹, auch: ›Gott‹ sowie ›personenähnlich gedachtes Wesen (Engel)‹ oder ›moralische Instanz (Gewissen)‹, jeweils Bezugspersonen bzw. -gegebenheiten, die für die Wahrheit eines Sachverhaltes stehen bzw. diese bekunden und unanfechtbar machen; damit offen zu 2. Die Belege betreffen Einzelheiten des Rechtsrituals: Beteiligte (Richter, Schöffen, Klage- und Antwortparteien, Wissende), ihr Verhältnis zueinander, Verfahrensregeln und -hierachien, die Geltung der Aussagen.
Meist Rechtstexte, auch Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Syntagmen:
gezeugen zulassen / füren / bei- / vorbringen / leiden
›akzeptieren‹
/ befragen / hören / vermanen, peinlich
(im Falle eines Widerrufes der früheren Aussage)
erfragen, in sachen nicht fragen, namhaft machen, rechtlich verschlahen, zu etw. bitten, jm. einen g. zwingen
;
gezeugen
[Subj.]
vorkommen / zeugen, das gezeugnis aussagen, eine aussage tun, etw. gesehen / gehört haben, nicht lügen, etw. sagen, von etw. sagen, gezeugen
˹
schweren, das [...], gezeugen, wie [...]
˺;
got, ein engel, das gewissen gezeuge sein, j. g. sein, j.
(z. B.
weibsbilder
)
nicht g. sein mögen, j. g. e. S
. (Gen.)
sein
;
j. (der richter) dem gezeugen gebieten, das [...]
;
sich auf gezeugen nicht gewarnet haben
›nicht mit der Notwendigkeit der Nennung von
gezeugen
gerechnet haben‹,
durch gezeugen beweisung geschehen, mit gezeugen
˹
klagen
(im Unterschied zu:
schlecht klagen
)/
vorkommen, etw. bekräftigen / bestetigen / beweisen / festen
˺
, jn. mit gezeugen ansprechen / beklagen / beschuldigen / heischen, sich mit gezeugen entledigen, sachen mit gezeugen zu teidigen füren, jm. etw. mit gezeugen aberkriegen, die appellation vor einem gezeugen geschehen, vor gezeugen erkentnis tun, jn. zu g. haben
;
die gezeugen der wiederpartei
;
der argwenige /
˹
erbare / falsche
˺ (jeweils mehrfach)
/ getreue / glaubwürdige / unversprochene g
.;
die notdurft
›Notwendigkeit‹
eines gezeugen, das beisein, die gegenwärtigkeit / sage der gezeugen, die verklärung der gezeugen
.
Wortbildungen:
gezeugeneid
(a. 1374),
gezeugensage
.

Belegblock:

Luther, WA
8, 516, 29
(
1521
):
das man bunde [...] nitt alleyn mit wortten und briffen, ßonder auch mit sigillen und getzeugen bekrefftiget.
Große, Schwabensp.
53a, 12
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
HJr set, wer herzuͦgen moge oder nicht. § kint, de nicht zuͦ vierzten jaren komen sin, vnde wip, / wan vmme eliche dinc al eyne muͦgen gezuͦc sin. § doue luͦte, de so tuͦmp sin gewest, daz in ire vruͦnt ire guͦt an gewinnen hant vor gerichte, [...], vnsinnege, / blinden, / thoren, / thobe, / stuͦmmen, / vnde vorbannete luͦde vnde oberzuͦgete luͦte vor gerichte, de allene mogen nicht gezuͦc sin.
Ebd.
80a, 4
:
wante luͦte, de mit metzen gelten, de ne mogen an den dingen nicht gezuͦge sin.
Köbler, Ref. Wormbs
42, 1
(
Worms
1499
):
Wie noch eroffnung der gezugen sage bede parthyen zu volfurung vnd beschlus der sach handelen solle
[Z. 6:
der zügen sag
].
Ebd.
149, 5
:
In manigerley wege vnd wyse muͦgen bewysung gescheen. Als durch gezügen. mit offenbaren glaubwirdigen schrifften Oder durch bekentnuss der Parthyen.
Ebd.
193, 5
:
EIn yeder Burger [...] der ein testament oder ordenu͂g synes letzsten willens machen will d‘ soll das thuͦn in bysyn Fünff gezügen erbar manns Persone͂.
Ebd.
346, 1
:
EIn gezüg der gesagt hett von einer sach er were daby vñ mit gewesen. vnd darnach desselben laugnet. [...]. den mag man pynlich fragen.
Ders., Ref. Franckenfort
29, 1
(
Mainz
1509
):
Es sol auch der jhene so gezeugen füren wil / seinem widderteil einen benantē tag [...] setzen.
Ders., Ref. Nürnberg
137, 3
(
Nürnb.
1484
):
wolte auch ein parthey die gezeugen Jrer widerparthey Rechtlich verschlahen oder wider Jr sag anders fuͤrbringen. dar Jnnen sollen sy auch gehoͤrt [...] werde͂.
Ders., Stattr. Fryburg
63, 20
(
Basel
1520
):
was die gezügen sage͂ / das sol der Schriber mit angelegnem flyß inschriben / dheiner parthie sollichs by ere vnd eyde / wenig oder vil zuͦ verstan gebe͂ / vnd eroffnen / besonder vns vnd den Richtern beschlossen überantwuͦrt werden.
Behrend, Magd. Fragen
81, 33
(
omd.
,
um 1400
):
das her
[ein Rechtsvertreter o. ä.]
sachen zcu rechten teidingen fure slecht adir mit geczuge, was lones der dorumme nemen sal.
Ebd.
163, 30
:
Ab eyn man mit geczuge claget unde der ander slecht anwort, so sal der cleger yenen obirczugen selbdritte uff den heiligen.
Ebd.
169, 24
:
Eyn man beclaget den andern noch toder hant, das ym syn vater also vil schuldig were, der ander begerte ynnerunge, dy wart ym geteilet selbsebinde zcu thun, dy wile das ding werte, mit erhaften luten. Do sprach der cleger, her hette sich uff geczuge nicht gewarnet ab her mochte gehen noch luten, dy ym ynnerunge hulffen thun.
Leman, Kulm. Recht
2, 5, 62
(
Thorn
1584
):
Von getzugen. Dys ist von getzugen. Hyuor ist gesayt wer getzug mag syn adir nicht.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
174, 4
(
thür.
,
1474
):
Wordet ir abir beschuldiget met geczugen, da stet eß zcu uch, ap ir dy geczugen lyden adir ap ir uch met geczugen entledigen wollet.
Ebd.
230, 11
:
Sollich schadegelt claget er zcu yn met geczuge, nemelich zcweyen fromen mennern.
Ebd.
283, 20
:
daz dy geczugen, die Frederich Lamp vorbracht hat, habin ir geczügkeniß uff unvorwandeltem fuße wol mogen anders duten, unde wy sy zculetczt ußgesaget unde sich bedutit habin, da solle eß billichin by bliebin.
Anderson u. a., Flugschrr.
11, 2, 36
([
Leipzig
1521
]):
Got sey mein getzeug / das ich mich [...].
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
191, 3
(
osächs.
,
1523
/
4
):
Hat sich euer widerpart vermessen und berufen, zu vorkomen mit funf gezeugen; hat er die gezeugen namhaftig gemacht und euch beden teilen des ein namhaftigen tag gelegt.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
22, 41
(
schles.
,
1347
):
Dor czu sint gerufen vnde gebeten czu geczuge vnse getruwe man: Her Junge, her kekel.
Ebd.
156, 4
(
1366
):
daz ewyge sachin werdin gevestigit vnd mit offen brifen vnd mite geczugen besteͤtigit.
Palm, Veter Buoch
74, 24
(
schles.
, Hs.
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
er wuste wol, das got vber alle dinc richter vnd gezuc ist.
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica
440
(
schles. inseldt.
,
1470
):
do habin dÿ geczewg durch eÿnen mẅnth geczewgt, wÿ das [...].
Chron. Nürnb.
5, 768, 6
(
nobd.
,
1469
):
in mein offembarem schreibers und der hernachgeschriben glaubwirdigen getzeugen gegenwertigkeit ist leyplich erschinen der andechtig gaistlich bruder Symon Lyndner.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
8, 33
(
els.
,
1362
):
Das sehste ist die vnbetrogene gezúgnisse die von drien wurt geben. Der erste gezúg ist got. Von dem sprichet Jheremias [...]: „Jch bin rihter vnd gezúg sprichet vnser herre.“ Der ander gezúg ist vnser gewissene.
Päpke, Marienl. Wernher
9032
(
halem.
,
v. 1382
):
Vil stuͦndent da lugenære | Da valsch und ungewære, | Die rechtes gar verbaren | Und des gezúge waren | Er [Jesus] soͤlte billich sterben.
Primisser, Suchenwirt
39, 156
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Du wis nicht valsch getzeuge | Gen frawen noch gen mannen. | Nu vint man in den schrannen | Falsch getzeugen laider vil.
Rintelen, B. Walther
163, 4
(
moobd.
,
1552
/
8
):
Weibspilder mügen in den Testamenten [...] nit Gezeugen sein.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
334, 8
(
smoobd.
,
1435
):
ze Haimtschach, da süllen meins herren von Salczburg richter umb den töd richten und fünf gezeug hören.
Große, a. a. O.
67a, 31
;
Wyss, Limb. Chron. U
122, 23
;
Köbler, Ref. Wormbs
65, 12
;
Ders., Ref. Franckenfort
37, 7
;
Ders., Stattr. Fryburg
50, 21
;
Behrend, a. a. O.
137, 32
;
154, 13
;
Leman, a. a. O.
2, 2, 23
;
3, 69
;
5, 47
;
63
;
Grosch u. a., a. a. O.
99, 11
;
133, 17
;
278, 31
;
307, 31
; S. 
157-159
;
Ermisch, Freib. Stadtr.
57, 21
;
98, 4
;
23
;
106, 19
;
Ders., Sächs. Bergr.
13, 5
;
Doubek u. a., a. a. O.
130
;
Chron. Strassb.
1, 423, 14
;
Welti, Stadtr. Bern
601, 11
;
Rieder, St. Georg. Pred.
322, 13
;
Niewöhner, Teichner
298, 50
;
Piirainen, Stadtr. Sillein
63b, 16
;
Rwb
4, 838
 f.;
846
;
Dietz, Wb. Luther
2, 123
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
146
;
Bad. Wb.
2, 411
;
Schwäb. Wb.
3, 643
.
Vgl. ferner s. v. ,  20, (V.) 11,  4.
2.
›Augen-, Ohrenzeuge des Heilsgeschehens; Zeuge aufgrund mystischer Läuterung‹; gleichzeitig ›Bekenner, Verkünder von Glaubenswahrheiten; Zeuge aus göttlicher Kraft oder aufgrund göttlicher Allwissendheit (bezogen auf
got, Christus
)‹; teils metonymische Tendenz zu ›Sache oder Person als Wahrheitsbeweis, Zeugnis einer Heilstatsache‹;
vgl.  2.
Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Phraseme
got
(auch:
ein engel
 )
ist / sol sein mein g
. (e. S.; Gen.) o. ä.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  2, , .
Syntagmen:
gezeugen nemen
;
die gezeugen
(Subj.)
etw. mit augen sehen, gezeugen jm. not tun
; präd.: ˹
j. g. e. P. (gottes) / S
. (z. B.
des sakramentes, der geburt
)
sein, Christus der g. zweier wege sein, j. ein g. von dem liechte
(›des Lichtes‹)
sein, die warheit jm. ein g. sein, j. gottes g. werden
˺;
etw. mit mer gezeugen dan
›als‹
einem beweren, die sonne / die warheit zu (einem) gezeugen setzen
;
der g. des glaubens, gottes
(jeweils gen. objectivus);
der g. Jesus Christus
;
der falsche / gute / ware g
.

Belegblock:

Luther, WA
8, 537, 7
(
1521
):
Darumb sollen wyr mit gutem vertrawen diße drey getzeugen der schrifft den polter geystern furhalden.
Helm, H. v. Hesler. Apok.
301
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
uch sie geseit, | Seiner geburt bin ich [Johan] gezuk.
Ders., H. v. Hesler. Nicod.
1041
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Die sunnen und den manen | und al ir undertanen | die setz ich zu gezuge, | daz ich nu niht enluge, | daz ich niht schulde vinde | an Jesu Marien kinde.
Ebd.
2487
:
[ich] sach in uf zu himele varn. | Des bin ich hie sin gezuc.
Quint, Eckharts Pred.
144, 7
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
des setze ich iu die wârheit ze einem geziugen und mîne sêle ze einem pfande.
Jostes, Eckhart
47, 22
(
14. Jh.
):
Wir sein ein gezeuk gotz. Swer da sol gezeug sein vor geriht, der sol tragen ein unverwandelt antluz.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
826
(
mrhein.
,
um 1335
):
Waz duͦt vns nuͦ gezuge not. | Wan dirre mensche schiltet got.
Hübner, Buch Daniel
5268
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Ewangelist Johannes | Sach ez, und ist gezuc des.
Fischer, Brun v. Schoneb.
7998
(
md.
, Hs.
um 1400
):
di warheit ist mir ein gezuch, | daz di hant bezeichene di werk.
Froning, Alsf. Passionssp.
7776
(
ohess.
,
1501 ff.
):
Der engel sye myne gezcyge, | das ich nicht enlyge !
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
4, 14
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Unser und ir gezeuge ist der erkenner aller herzen.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
138
(
Nürnb.
1517
):
Zudem hat er [Gott] ein gezeugen gemacht ein iedes erschaffens wesen seiner mechtikeit.
Vetter, Pred. Taulers
90, 16
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
wiltu kummen zu dem hohen und allerhoͤhsten wesen, das du Gotz junger werdest und sin war gezúg in der hoͤhsten wisen, so muͦst du [...], der allerkleineste dich vor Gotte bekennen.
Ebd.
115, 9
:
dis enweis nieman noch enhat gesehen denne Cristus nach siner goͤttelicher naturen, und darumb so múgent wir herzuͦ nút kummen dan durch den gezúgen Jhesum Cristum. Er ist gewesen ein gezúg zweier wege, daz ist gelich und ungelich mit sinen obersten und nidersten kreften; und wemme diser gezúgen
[hier auf
wege
bezogen]
einer bristet, der mag zuͦ deme edeln ende nút kummen.
Ebd.
407, 20
:
er [Paulus] sprach: ,Got ist min gezúg wie ich uwer aller begere in minem gehugnisse Jhesu Cristi.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
1, 69, 8
(
Straßb.
1466
):
das in dem munde zwaier oder dreyer gezeúg ste alles wort.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
22, 19
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
Uns ist geporn Emanuel | als vor gekünt hat Gabriel, | des ist gezeug Ezechiel.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
67, 27
(
tir.
,
1464
):
das das liecht der warhait leütrer werd vnd das ich pewëren mag mit mër gezuigen denn mit ainem, das [...].
Fischer, a. a. O.
263
;
Schade, Sat. u. Pasqu.
2, 7, 10
;
Gropper. Gegenw.
19v, 22
;
Gerhardt, Meister v. Prag
80, 27
;
Sachs
8, 171, 12
;
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
139, 7
;
Vetter, a. a. O.
85, 21
;
329, 4
;
Päpke, Marienl. Wernher
2021
;
2413
;
Bauer, a. a. O.
86, 32
.
3.
›Wissender, Zeuge, Aussagender in innerweltlichen Gegebenheiten, Fakten, Geschehen‹; metonymisch auch von einer sachlichen Bezugsgröße wie
warheit
ausgesagt;
vgl.  1.

Belegblock:

Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
29, 10
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Ein jeglicher ebenteuerlich und sinnig man ist mir des gezeug, das kein manneszucht mag wesen, sie sei dann mit frauenzucht gemeistert.
Koppitz, Trojanerkr.
7902
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Des wol ain gezüge ist | Her Wolffran der gewere, | Der rede ain tichtäre.
Eschenloher. Medicus
66, 2
(
Augsb.
1678
):
Diser Geschicht / wie sie anietzt erzehlt worden / seynd nicht allein obberuͤhrte zwen Herren / sondern auch R. P. Jacobus Ermann / [...] / Gezeugen.
Chron. Augsb.
5, 150, 23
(
schwäb.
,
1523
/
7
):
die weil die erfarung aller menschen und die klag allermengklich gezeugen seind, daß durch die gesätz des bapsts und ler der menschen die gewissen der kristglaubigen auff das allerjämerlichest gefangen [...] seindt.
Primisser, Suchenwirt
4, 410
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
tranch man tzu dem mal | Nur Wippacher und Rainfal | Und Lutenberger guten wein: | Der sach wil ich getzeug sein.
Ebd.
8, 204
.