gewul,
gewüle,
das
;
-s/–
;
zu
mhd.
wuol, wüelen
(Lexer
3, 981
;
1004
).
1.
›unkontrolliertes Geschrei; lauthalse Prahlerei; ungezügeltes Verhalten‹.
Bedeutungsverwandte:
 124,  12, , .

Belegblock:

Ukena, Luz. Sp.
438
(
halem.
,
1575
):
Ich wil min eyd [...] | Nitt so gar liecht and studen hencken / | Wie aber v̈wer pracht vnd gwuͦl / | Wie lang ir bsitzend v̈wern stuͦl / | Wie lang es bstand wirt man gseen.
Maaler
201v
(
Zürich
1561
):
Mit seinem grossen Gwuͤl vnd gschrey hat er mich schnaͤll zu͂ hauß außhin bracht.
Schweiz. Id.
15, 1395
;
Schwäb. Wb.
6, 2038
.
2.
›unruhige, aufrührerische Menschenmenge‹; tropisch: ›Tumult‹.
Bedeutungsverwandte:
(
der
5; tropisch:  2,  1.

Belegblock:

Golius
224
(
Straßb.
1577
):
tumultus, groß geschrey / oder gebossel / gewuͤl / wie in einer auffruͦr.
Maaler
201v
(
Zürich
1561
):
Gwuͤl (das) Aufruͦr. Tumultus.
Henisch
1609
(
Augsb.
1616
):
Gewuel / hauff / gemenge deß Volcks / tumultuatio, turba.
Schweiz. Id.
16, 1395
.
3.
›Schlamm‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,
1
 2, , .

Belegblock:

Sachs
17, 421, 2
(
Nürnb.
1558
):
Ein schnelgalgn man auffrichten was | In einer stincketn grossen hül, | Doch tieff von kot, schleum und gewül.