geteling,
1.
›Vertrauter; Verwandter‹.Belegblock:
wir sullen got minnen obir alle ding, | nach gote unsen nehesten gedeling, | unse vinde liben durch got.
Brinckmeier , Suppl.
2.
›sozial Abhängiger‹.Belegblock:
Es ist auch witer beradt, das diser obgedachter Hoffeman mittsambt sein gettelingen, die er zu sich nymbt [...], dem kloster alle jare seyn zinse [...] gebin soln.
3.
›Bursche, Jüngling, junger Mann‹.Belegblock:
Solte ein verlegen getelinc | den frowen also wol behagen.
Und will frölich springen | Und mit den gätlingen raien | Hin und her umb den maien.
Swel kint, es si jungvrowe oder getteling, [...] sin ding woͤlte endern ze weltlichem oder ze gaistlichem leben.
ain ieglicher manns name hie ze Ulme, ez si man oder gaͤttling [...] zuͦ ainer kappen och nicht mer tuͦchs bruchen noch haben sol denne vier elln.
daz man an allen dingen | under allen gaͤtlingen | nach wunsch niendert vinden kan | so jungen wol gemachten man.
4.
›Taugenichts; übler Haudegen‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. .Belegblock:
wa man siecht geteling | dw sich selben erent nicht, | dew hat man auch in puben phlicht.
das ers
[
er für
man;
-s für
goller]
slug erst von nuͤwem ding | do so tieff in duͤ gettling | als der mader in daz graß.