geschos,
das
/ (seltener:)
der
 ;
-ses, -Ø/-se
, auch
.
1.
›zur Kriegführung, (seltener:) zur Jagd oder zu individuellem Kampf notwendiges bzw. gebrauchtes Schieß- oder Wurfzeug (von der Schleuder bis zum Geschütz)‹, teils einschließlich des Pulvers und der Rüstung, in der Regel als ›Waffe‹ von diesem unterschieden; als Metonymie: ›mit der Waffe geworfenes (selten) oder geschossenes (meist) Projektil‹, oft ›Pfeil‹; auch ›Kugel‹.
Phraseme:
die schnellen geschosse
›Sternbild des Schützen‹.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Sachfeld):  1, ,
1
 1,  3,  2, I, 1,
2
 1,  1, , , , .
Syntagmen:
das / ein g. besehen
›erkennen‹
/ erfordern / erobern / fürchten / machen / schiessen / werfen / (heraus)ziehen
, [wohin]
füren, auf den bogen legen, aus dem leib ziehen, jm. das g. nemen
;
das g
. (Subj.)
abgehen, scharf sein
;
sich schnelle als ein g. auf etw
. (z. B.
auf einen schlangen
)
werfen
;
sich eines geschosses gewarnen
;
die minne dem g. vergleichen
;
im g. kugeln sein, mit dem g. wunden schlagen, sich mit dem g. ernären, jn. mit einem g. angreifen / erschiessen, den turn mit dem g. nieder fällen, etw. mit g. zurüsten
›bestücken‹;
das g. der kriegsleute
;
die tiefe des geschosses
.
Wortbildungen:
geschosgerät
,
geschosmeister
,
geschotze
1.

Belegblock:

Ziesemer, Gr. Ämterb.
105, 11
(
preuß.
,
1446
):
eyn kaste mit gelothen und mit anderem geschoszgerethe.
Ebd.
544, 4
:
Geschos czum irsten czur Roghuwsen: 4 steynynne buchsen, 17 lotbuchsen, 2 tonnen pulver, eyn firtel swebil, 100 schog pfyle, 20 armbrost, 2 panczir, 3 harnischkappen, 2 schorcz, eyn gehenge czu eyme helme, 2 dychharnasch, 1 kolnir, 2 platen, 7 ysenhute.
Luther. Hl. Schrifft.
2. Mose 19, 13
(
Wittenb.
1545
):
Er sol gesteinigt oder mit Geschoss
[
Dietenberger
1534:
pfilen
]
erschossen werden.
Ebd.
Ps. 7, 14
:
Vnd hat darauf [Bogen] gelegt tödlich Geschos
[
Mentel
1466:
vaß
,
Froschauer
1530:
gweere
,
Eck
1537:
gschür
]
/ Seine Pfeile hat er zugericht.
Helm, H. v. Hesler. Apok.
13696
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Wen geschoz die man vor besiet, | Schaden minner an der geschicht | Dan jene die man besiet nicht.
Ebd.
22993
:
Davit der prophete quit: | ,Ir zen sin wapen und geschoz
[
Luther
1545, Ps. 57, 5:
pfeile
]
| Da mite si slan verchwunden groz‘.
Schöpper
107a
(
Dortm.
1550
):
Iaculum. Schäfflein pfeil / boltz geschoß.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
35, 22
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
noch si vurchtin steyn noch geschoz noch keynerhande wer.
Pyritz, Minneburg
2196
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Minne, syt du meisterscheftig | Bist ein wirker kreftig, | Den man gelichet tuͤre | Geschoß und auch dem fuͤre.
Ebd.
3636
:
Der slug, der schoz, yener warf. | Ir geschoz waz also scharf, | Daz ez die edeln gestul verbrant.
Neubauer, Kriegsb. Seldeneck
68, 10
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
zu diessem geschoß allnn soln puchssenmeister, die domit schissenn kannen, [...], gehoren.
Gille u. a., M. Beheim
328, 485
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
wir furten auff dem wasser, | speis, pulver und geschoss, | Gross puchsen, da man gsloss | und stet mit prechen sol.
Chron. Nürnb.
5, 560
, Anm. (
nobd.
,
E. 15.
/
A. 16. Jh.
):
hat sich marggraf Fridrich mit einem mercklichen zeug zu roß und fuß versamelt und mit den fur den benanten turn und graben getzogen und den mit geschoß und umbgraben nyder gefellt.
Cirurgia H. Brunschwig
28vb, 28
(
Straßb.
[
1497
]):
Jst dan sach das du sihest ein zeichen des todes / So soltu das geschoß mit nichtenn vß ziehen das er nit dester e sterb biß du in bewarst mit dem heilgen sacrament.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
10, 224, 12
(
Straßb.
1466
):
sy wurffen geschuße in sein volck von dem morgen vntz an den abent.
Bachmann, Haimonsk.
216, 18
(
halem.
,
1530
):
Daz wărend geschoß, damit man ein grosse zall steinnen schoß.
Ebd.
221, 30
:
Also ließ der hoffmeister die geschoß mit spys fŭllen und gebot dem geschoßmeyster, daz er sy inn Muntabant schusse.
Maaler
173r
(
Zürich
1561
):
Geschoß / Allerley geweer das man scheüßt den feynd zuͦ verletzen. Telum, Iaculum. Einen anfallen oder angreyffen mit dem Geschoß. [...]. Sich mit dem Geschoß vnnd bogen erneeren.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
35, 17
(
noobd.
,
1347
/
50
):
davon sprach Lucanus: ,deu klain naht twang di snellen geschoz‘, und mainet den himelschuͤtzzen, der im zeitleichen underginge.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
128, 26
(
oobd.
,
1349
/
50
):
sô ezzent si [geiz] ein kraut polai, daz si daz geschôz dester sneller auz dem leib ziehen.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
66, 7
(
moobd.
,
1473
/
8
):
In ainem prunnen sy in wuesch, | das schwert noch gschos auf im nit mocht geheften.
Turmair
4, 322, 27
(
moobd.
,
1522
/
33
):
dieselbigen [zöpf] brauchtens [Römer] zu den schlingen und schlaudern, so damals der kriegsleut g’schos warn.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
43, 33
(
m/soobd.
,
A. 16. Jh.
):
Ob ainer ain wild oder ain hierss am jaid schüss und kome ain ander und zug das geschoss heraus und stiess sein geschoss an die statt, der ist dem gericht vallig ij gulden.
Ebd.
339, 30
(
16. Jh.
):
Das sich auch kainer, wer der sei, unterstehe mit pichsen, armprosst oder stal in die hölzer zu gehen, [...], ausserhalb der jäger [...]. wer dan dariber betretten, soll sein gschoss nit allein genomben, sondern auch an seinen leib gestrafft werden.
Ziesemer, a. a. O.
86, 32
;
303, 9
;
367, 32
;
Thielen, Gr. Zinsb. Dt. Ord.
20, 10
;
Peil, Rollenhagen. Froschm.
681, 5482
;
Wyss, Limb. Chron.
103, 31
;
v. Tscharner, a. a. O.
38, 16
;
Chron. Nürnb.
3, 384, 30
;
Sachs
2, 396, 5
;
423, 24
;
416, 19
;
Bachmann, a. a. O.
233, 26
;
Pfeiffer, a. a. O.
91, 25
;
274, 3
;
Mell u. a., Steir. Taid.
102, 15
;
Winter, Nöst. Weist.
4, 31, 41
;
Qu. Brassó
5, 139, 22
;
378, 4
;
461, 42
;
489, 8
;
Bremer, Voc. opt.
29037/8
;
Brack
b 2r
;
Voc. Teut.-Lat.
m iijr
;
Schwäb. Wb.
3, 491
 f.;
Schweiz. Id.
8, 1468
.
Vgl. ferner s. v. .
2.
›das Schießen, Feuern, der Beschuß als militärische Tätigkeit; einzelner Schuß‹; Metonymie zu 1 mit offenem Übergang.
Bedeutungsverwandte:
 2; vgl. ,  1, I, 3.
Wortbildungen:
geschotze
2 ›Beschuß‹.

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged.
454, 1, 4
(
1631
/
9
):
ein Geschoß, der bald verpufft, | Hall, der durch die Täler ruft.
Wyss, Limb. Chron.
103, 18
(
mfrk.
, Hs.
2. H. 16. Jh.
):
Da irmante di gemeine zu Hademar unde stalten sich vigentlichen zu gewere mit werfen, mit geschoße unde ander große arbeit.
Ebd.
99, 26
(
1. Dr. 15. Jh.
):
Da qwamen die metzler vor das erste in pergenisse und geschotze, so das sie dem gefangen ritter alle seine knechte zu stücke erhiben.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
84, 7
(
Frankf./M.
1568
):
[Jch schleiff] Halb vnd gantz Hacken / zum geschoß.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
36, 68
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
den gähen tod wend sunderlich, | geschos, würf, sleg und stich.
Henisch
1544
.
Vgl. ferner s. v. (Adv.) 2,  2, , .
3.
›dem Menschen von außen, z. B. von Gott oder einer verführerischen Macht geschickte, einem Pfeil vergleichbare Anfechtung, Versuchung, Einwirkung; eingepflanzter Keim‹; als Metapher oder Bild eng an 1; 2 anschließbar.
Texte religiösen und didaktischen Inhalts.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4,  1,  10, ,  2,  1,
2
,  2,  1,
1
 2.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
226
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Swelch man sich des voreinet | Daz er dorch Got liden wil – | [...] | Deme schaden die geschoz nicht, | Wen her sie dolt von vrier kor.
Gille u. a., M. Beheim
171, 79
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
als Job im sechsten hat vermelt: | ,das geschos unsers herren, | Das stekt inn mir, und das geschos | der widerwertikait vil gross | schepht auser meines herczen flos, | das ist der geist der hochvart
.‘
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
2, 172, 3
(
Straßb.
1466
):
In allen dingen nempt den schilt des gelauben in dem ir múgt verleschen alle die feúrein geschoß
[
Luther
1545:
Pfeile
]
des schalckhaftigen.
Hohmann, H. v. Langenstein. Quästio
203, 65
(
moobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
so vicht dy tugent wider vntugent mit dem fliechen dy pheyl vnd geschöss der sünden.
Ebd.
205, 69
:
das erste jngelëzz, das sind pös gier vnd vnczimleich gedënkchen; das sind dy geschoss der versuechüng.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
33, 22
(
tir.
,
1464
):
Das weib ist das tieflisch geschos, dar durch der mensch pald gezogen würt in die vncheüsch.
Ebd.
11, 12
.
4.
›Strahl, Blitz, Widerschein‹; als Metapher an 1; 2 anschließbar.
Bedeutungsverwandte:
 2, , .

Belegblock:

Beckers, Bauernpr.
58, 28
(
Köln
1515
/
18
):
Js die son des morgens hell vñ da mydden / liecht yr schienes voll sond’ syen als die geschoß / Jr liechte breche͂ vp d’ / voͤrdern strassen. is ey͂ tzeichen dat [...].
Opitz. Poeterey
25, 21
(
Breslau
1624
):
Der schnelle plitz / des Jupiters geschoß.
Voc. Teut.-Lat.
m iijr
(
Nürnb.
1482
):
Geschoß [...] resple͂de͂tia. wied’schein.
Henisch
1544
.
5.
ein plötzlich auftretender, deshalb z. B.
unholden
zugeschriebener Schmerz in Haupt, Leib und Gliedern, eine Art Hexenschuß; an 1; 2 anschließbar.
Zur Sache:
Hwb. dt. Abergl.
3, 755-757
.
Wortbildungen:
geschoskraut
eine als Heilpflanze betrachtete, gegen rheumatischen Schmerz angewandte Pflanze (
Marzell
2, 326
s. v.
Erythrea Centaurium
).

Belegblock:

Chron. Nürnb.
5, 694, 1
(
nobd.
,
E. 15.
/
A. 16. Jh.
):
sie het bekent sie het entlehent von einer genant ... N. 15 ₰, von einer 8 ₰, wenn man ez vordert, so hetz sie in daz geschoß getan, desgleichen auch umb ander veintschaft, das sie wol 15 menschen das geschoß getan het.
Jerouschek, Nürnb. Hexenh.
6v, 27
(
Augsb.
,
1491
):
wie er möcht erkenne͂ vnderschaid zwische͂ natürlich schadñ oder geschoß der vnholdñ.
Ebd.
7r, 15
:
die schadñ von vnholdñ die ku͂men schnell / also das ainer snell. lam. blind. oder vberswenclich groß sterhñ hat vnd geschoß. im haubt. leib. oder gelideren.
Henisch
1544
(
Augsb.
1616
):
Geschoß / sic vulgus superstitiosam vocat causam morborum.
Schweiz. Id.
8, 1468
;
Schwäb. Wb.
3, 491
 f.
6.
›Pflanzentrieb‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Brack
d 4v
(
Basel
1583
):
Palmes. new geschos. [...]. Spodo. vnfruchtbar geschos.
Ebd.
d 8r
:
hoch wachsender wald. aut noui frondes. quia saliunt in altum. geschoß [...]. Planta. ein zwyg oder gschos.
Henisch
1544/5
(
Augsb.
1616
):
Geschoß / gewaͤchß / schoß / palmes, germen, prægnans in arboribus furculus.
Schwäb. Wb.
3, 492
.
7.
als Diminutivum: ›eine Finkenart‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , .

Belegblock:

Henisch
1544
(
Augsb.
1616
):
Geschoͤßlein / Flachßfing / Haͤnffling / Mosellanis, ein Stockfingk / linaria, quod in vitibus nidulatur.
8.
eine von befugten Instanzen oder berechtigten Personen bestimmten Verpflichteten auf Grundbesitz, Einkommen, Handelsgüter usw. zum Zwecke der Unterhaltung des Gemeinwesens und seiner Einrichtungen auferlegte und von diesen zu entrichtende Abgabe, Steuer, Gebühr; vereinzelt auch: ›von Unterworfenen zu leistender Tribut‹; als Metonymie: ›Recht auf Festsetzung und Erhebung der Abgabe‹, laut
Rwb
4, 455
auch: ›Steuerbehörde‹;
geschos
erscheint in den Belegen vielmals in Aufzählungen mit den u. a. bdv. Ausdrücken, ohne daß eine klare semantische Differenzierung möglich bzw. Synonymie der einzelnen Ausdrücke beweisbar wäre; vielfach erscheint es auch in Zusammenhängen mit anderen Auflagen, meist Leistungen wie
atzung
1,
dienst, fure, geleit
1; 4,
herzug, herberge, stegewerung
.
Nrddt. / md.; gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte.
Phraseme:
das kleine geschos
eine Gerichtssteuer.
Bedeutungsverwandte:
 5,  2,
1
 2,
1
 456,
1
 2, , , , ,  1, (s. v.  4), .
Syntagmen:
g. geheischen / verkündigen / setzen / heben / einbringen / nemen / bezalen / entrichten / geben / reichen, jm. g. auflegen, jm. g. geben / gelten, schuldig sein, g. an jn. begeren, von etw. geben, auf etw. setzen
;
das g. frei / ledig sein
;
des geschosses, von g. frei sein, jn. des geschosses frei lassen
;
mit g. unbeschwert sein, jn. mit g. beschweren / bekümmern / leidigen / beschädigen, etw
. [einen Betrag]
von g. geben, um das g. sprechen, jm. etw. zu g. geben, etw
. (z. B.
silber
)
zu g. legen
›als geldwertiges Edelmetall zur Begleichung einer Abgabeforderung abgeben‹;
g. geistlicher güter
 ;
das eigentliche
(dazu ggs.: )
/ gebürliche / schwere / unpflichtige g
.;
die einbringung des geschosses
.
Wortbildungen:
geschoshaber
(a. 1445),
geschosherre
›Steuereinnehmen‹ (a. 1494),
geschoskorn
(a. 1515),
geschosordnung
(a. 1540),
geschosnemer
›Steuereinnehmer‹ (E. 16. Jh.),
geschoszeit
›Zeit, Termin für eine Abgabe‹.

Belegblock:

Kochendörffer, Tilo v. Kulm
3607
(
preuß.
,
1331
):
Wen der tot jach uber luet: | ,Du bist kumen in myn riech, | Gilt mir als di andern glich | Myn geschoz und mynen czins!‘.
Ziesemer, Proph. Cranc
262, 15
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
daz cristene vurstin in sullin lazin genugin an irim czinse, und mit nichte sullin sy daz volk beswerin mit unphlichtigim geschozze adir bete.
Gerhard, Hist. alde e
4860
(
omd.
,
um 1340
):
Durch waz hat er so swer geschoz | Uns ufgeleget sunder dro?
v. Bunge, Livl. UB
4, 448, 37
(
nrddt.
,
1403
):
das sie
[die vom Deutschen Orden]
daran niemand, [...], mit vogtrechte, geschosse, stegewerunge, beten, furen, diensten, datz (?) ungelt, burgengelt, geleiten, tzollen, atzungen ader sust mit dheinerlei beschwerungen ader ufsetzungen, wie man die genennen kan, an allen iren und des ordens undersessen, gutern und luten, nicht bekümmern, hindern, beschedigen, leidigen, ader irren solle.
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 315, 11
(
preuß.
,
1418
):
man hette ouch gerne eyn geschos gehat von dem lande, ader das lant werte is sich zcu gebin.
Helm, Maccabäer
2177
(
omd.
/
nrddt.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
er irdahte varen zu den | landen, die hiezen Persyden, | und der lande geschoz nemen | silbers unde goldes remen.
Wyss, UB Deutschord. Hessen
124, 22
(
hess.
,
1374
):
daz der hoff unde daz vye darynne unde dye guͤte, [...], geschos unde bete vryͤ unde ledig sullen sye.
Grimm, Weisth.
3, 328, 11
(
hess.
,
15. Jh.
):
zcu yclicheme dissir gerichte sal vnsir gnediger jungher haben achte vnd drissig heyscher phenge, [...] das heiszet das cleyne geschviz.
Kurz, Waldis. Esopus
1, 40, 63
(
Frankf.
1557
):
Was Oberkeit an sie begert, | Das sie desselben sey gewert, | Es sey am gschoß, stewr oder Zoll.
Hertel, UB Magdeb.
3, 51, 20
(
nd.
/
omd.
,
1469
):
es sal auch eyn iglich burger adder inwoner unszer Sudemburg, der geschosz schuldig ist, syne [...] guter, [...], nach gesetcze desz rats vorschossen und dasselbe schosz vor senth Katherinen tage uff das rathhusz bringen.
Küther, UB Frauensee
148, 11
(
thür.
,
1365
):
das kein herre adir amptman keinreleig dynst, geschoß, bete adir herberge gemeynlich adir suͦndirn ny gehabt habin.
Ermisch, Freib. Stadtr.
52, 18
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
Swenne di stat ein geschoz muz haben, das sullen di burger setzen under einander.
Ebd.
54, 28
:
Kein man noch vrowe sal bose silber [...] in den czuber legen zu geschozze, he reite iz denne nach sinem werde.
Berthold u. a., Zwick. Stadtrref.
48, 5
(
osächs.
,
1542
/
70
):
Das geschoeß sal ein jeder zu gepurlicher zeit entrichten.
Ebd.
58, 3
:
Damit auch das geburliche geschos von den hausgenosen desto statlicher einbracht werden möge, sol ein jeder burger zu jeder geburlicher geschoszeit alle seine hausgenossen, so er in seinen mieten hat, [...] verzeichnen lassen.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
682, 10
(
osächs.
,
1523
/
4
):
das wir unser geschosse geheischen haben der stat zu nutze.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
130, 2, 14
(
schles.
,
um 1350
):
alle gemeinlich [...] sollin si geschoz gebin czu den muͦren binnen den graben do selbis vf czu richtene, [...], wizzinde genzlich, daz wir nimande dez geschozziz vri wollin lazin.
Wattenbach, Urk. Rauden
50, 28
(
schles.
,
1405
):
das yder herre [...] sein geschos selber heben sal vnd besundern noch seinem willen.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
21, 95, 9
(
schles.
,
1541
):
sollen auch alle gewercken [...] frei sein aller geschoss steuer und neuer aufsetzung.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
127, 5
;
ders., Marienb. Konventsb.
195, 29
;
Toeppen, a. a. O.
1, 162, 9
;
5, 58, 31
;
Joachim, Marienb. Tresslerb.
97, 40
;
137, 37
;
Luther, WA
10, 3, 385, 18
;
Wyss, a. a. O.
174, 10
;
Wiese, UB Wetzlar
1, 633, 36
;
Hertel, a. a. O.
3, 51, 14
;
Bergner, Urk. Kahla
99, 14
;
Beyer, UB Erfurt
2, 745, 32
;
Opel, Spittendorf
85, 14
;
211, 36
;
Ermisch, a. a. O.
54, 4
;
Kisch, a. a. O.
382, 1
;
Bindewald, a. a. O.
1, 11
;
111, 15
;
Wutke, a. a. O.
20, 9, 26
;
29, 31
;
Schmitt, Ordo rerum
115, 21
;
Rwb
4, 453
 f.;
Jelinek
296
.
Vgl. ferner s. v.  1.