geprüfen,
V.
1.
›etw. erkennen, einsehen‹;
vgl.  1.

Belegblock:

Frantzen u. a., Kölner Schwankb.
1, 59, 1
(
Köln
um 1490
):
Zware, frunt, ich en kan geproeven niet | Wayr mit dat yr myr dienen mocht.
Vetter, Pred. Taulers
119, 21
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Aber von disen hohen [...] túren dingen so enkan ich nút gedencken noch gepruͤfen mit welicher kunne worten daz man hievon muge gesprechen.
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1932, 109
.
2.
›etw. bedenken, nachprüfen, überprüfen, beurteilen‹;
vgl.  2.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
5005
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Do Got geschuf in also wis | Daz her mochte in dem paradis | Gepruven und in dem abys | Daz her beider were gewis.
Chron. Köln
1, 211, 3
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Ir sult uch noch lesterlichen schamen, | dat ir vs gauet sulchen ban, | den men vnreicht geprouen kan.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
1160
(
rib.
,
1444
):
Ouch en soulde des nyeman oeven | De guyt vor quaide neit en kan geproeven.