gemuten,
V.
1.
›etw. begehren, verlangen‹.

Belegblock:

Banz, Christus u. d. minn. Seele
891
(
alem.
,
1. H. 15. Jh.
):
Wenn du als vil gewandes hast, als din here, | Wie getarst du denn gemüten mere?
Adrian, Saelden Hort
2668
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
si in ze jungest úberwant | daz er lopt mit der hant, | mit hertzen und mit mund | swes si gemuͦten kund.
2.
›jm. etw. zumuten; etw. von jm. verlangen‹.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse
241, 17
(
alem.
,
14. Jh.
):
wan getoͤrste ich dir nu gemuͦten, daz du mir noch me von dem vatterlande seitist.