gelege,
gelegde,
(kontrahiert:)
geleide,
gelegze
das
;
-s/-Ø
;
vgl. ,
2
.
1.
›das Hinfallen‹.

Belegblock:

Buch Weinsb.
4, 119, 34
(
rib.
,
1591
):
das oft ein grois geschrei, zu zeiten ein gelegs war, und alten und lamen gebrechlichen mannen und frawen gar ubel bequam.
2.
›das Hingelegte, die Auslage, Lage, Schicht‹;
vgl.  4.

Belegblock:

Ziesemer, Gr. Ämterb.
382, 21
(
preuß.
,
1406
):
Im vorwerk: 30 scheffel erweis, 12 flicken fleisch, 4 mastswin, 4 gelegete smer.
Löffler, Columella/Österreicher
2, 281, 12
(
schwäb.
,
1491
):
wirt ain gelegg des dúrren fenchels [...] dar uff gelegt, also das es die krútter nider truck, und die bruͤ bysz zuͤ dem obersten leffen des hafes komm.
Müller, Nördl. Stadtr.
472, 19
(
schwäb.
,
v. 1493
):
wa si häring am geleg gefarlich sehen, dem sollen und mögen si zuschätzen nach gestalt der sach.
Dasypodius
475r
;
Henisch
1454
 f.
3.
›die Lage, Beschaffenheit, Gelegenheit; der Zustand‹;
vgl.  2.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Ez.
7, 2
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
daz ende ist komen, komen ist daz ende uf die vier gelege des landes.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
6520
(
rib.
,
1444
):
Wart ich gewar we dat myn wech | In tzwey deil schiede syn gelech.
Helm, Maccabäer
6943
(
omd.
/
nrddt.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
niderwart vur er hin weges | zu Jericho des geleges | Mit zwen sinnen sunen irkant.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
2259
(
omd.
,
1338
):
Ouch pruvet daz gelege | Der von Sabba, waz wege | Sy wandern.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
1, 9
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Ouch sayt her eyner iclichin provincien ir gelege.
Schwäb. Wb.
3, 279
.
4.
›Fallstrick, Falle‹.

Belegblock:

Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
11707
(
rhfrk.
,
um 1405
):
Da es mich gesach kommen, | Da fieng is an und bliese zu frommen, | Und mit ungestummekeit | Hub is an zu richten sin geleidt | Und sine stricke in mynen weg.