geiligkeit,
die
.
1.
›Fröhlichkeit, Lust, Ausgelassenheit, Übermut‹;
vgl.
1
(Adj.) 1.
Bedeutungsverwandte:
 1.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1534
):
Jugend, [...] Du bist inn gayligkeit gar muͦtsam, | Ersuffen, frölich, unbehuͦtsam.
2.
›geschlechtlicher Drang, Wollust, Geilheit‹;
vgl.
1
(Adj.) 3.

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Vnkeuschheit geiligkeit feygkeit, bößlust vnzuͤchtigkeit vnreinigkeit.
Sachs (
Nürnb.
1533
):
verwegen und verrucht | Er seyner gayligkeyt nach sucht.
3.
›Fruchtbarkeit, Üppigkeit‹;
vgl.
1
(Adj.) 4.

Belegblock:

Eis, Gottfr. Pelzb.
121, 9
(
nobd.
/
thür.
,
3. V. 14. Jh.
):
Jst das in dem erstin iare bluyt der czwik, di blut sal man ab brechin, das icht der czwik von geylikeit vorterbe.