gefreundet,
gefreundt,
Adj.
1.
›befreundet, zugetan, gewogen, wohl gesonnen‹.
Syntagmen:
(mit) jm. g. sein
.

Belegblock:

Kurz, Waldis. Esopus
2, 53, 22
(
Frankf.
1557
):
In dem ein ander Gast kam dar, | Der dem Legaten gfreundet war.
Sachs
20, 178, 1
(
Nürnb.
1560
):
weil wir sind gefreund und geschwegert, | Hoff, deß fridens sich keiner wegert.
Chron. Strassb.
1, 78, 26
(
els.
,
1362
):
nu was ein schultheiße zu Kolmar der hies Johannes, und waz der gar gefrünt und ouch geminnet zuͦ Kolmar.
McClean, Havich
3258
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
ein vil gefreẅnter jud sprach.
Leidinger, V. Arnpeck
590, 37
(
moobd.
,
v. 1495
):
do solt si wonen mit irem hof, der si auch wirdig solt halten, dann er ir doch gefrund was.
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 417
;
Schöpper
58b
;
Maaler
162r
;
Dietz, Wb. Luther
2, 38
;
Schwäb. Wb.
3, 169
.
2.
›verwandt‹;
vgl.  2.
Syntagmen:
mit jm. g. sein
.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
2, 79, 14
(
nobd.
,
1444
):
die Streitperger und Aufsesser sein mit in gefreunt.
Chron. Nürnb.
3, 110, 16
(
nobd.
,
1488
):
Adam mein vater und auch dein, Eva unser beider muter. merck, wie nachend wir gefreunt sein.
Köbler, Ref. Nürnberg
242, 6
(
Nürnb.
1484
):
Von erbschaft on geschefft vaterlicher vnd muterlicher Anherren vnd anfrawē vor des abgegangē vaters oder muter. Bruders oder schwester die auff die seitten gefrewndt sein.
Chron. Strassb.
1, 372, 8
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
Diterich von Berne gap sine swestern den künigen in den landen do umb, das er von allen herren gefründet wart.
Barack, Zim. Chron.
3, 611, 7
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
dann wiewol sie ime ganz nahe gefründt gewest als geschwisterget kinder, so haben sie sich doch im wenigisten nit verainen künden.
Welti, Stadtr. Bern
602, 2
(
halem.
,
1539
):
Welche person einem anndern menschen also nach gefründet ist, dz sy einanndern zeerben vnnd zerechen honnd.
Ebd.
619, 22
(
halem.
,
1539
):
Sind der lidmagen mer, all glych gsipt vnd gfründt, so soll einer als vil erben als der annder.
Leidinger, V. Arnpeck
650, 29
(
moobd.
,
v. 1495
):
so wäre dannoch herzog Albrecht herzog Jorgen in der vierdn sipp gefrundt.
Winter, Nöst. Weist.
1, 720, 24
(
moobd.
,
16. Jh.
):
wär aber das si verrer wären gefreunt dan geschwistert so sol ain iedes emphahen die erbschaft mit zwaiundsibenzig pfenning.