gefolgig,
mehrfach mit Uml.,
Adj.
›gehorsam, folgsam‹.
Syntagmen:
jm. g. sein
.

Belegblock:

Chron. Magdeb.
2, 205, 25
(
nrddt.
,
1525
):
alsdannen und nicht ehr wolthen sie den vielbemelten Artickeln [...] vornhemen gefolgick seynn in trostliger verhoffunge.
Altmann, Wind. Denkw.
117, 3
(
wmd.
,
um 1440
):
die fürsten und herrn worent des gefölgig und die richstet ouch.
Chron. Köln
1, 106, 16
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Ja, sinck ane vogelgin, | ich willen dir geuolgich syn.
Dat nuwe Boych
442, 22
(
rib.
,
1396
):
dat die geneynde ze den zijden vro vnd geuolgich waire.
Schöpper
14a
(
Dortm.
1550
):
Gehorsam vnderthenig gehoͤrig willfarig willfertigk gefoͤlgig zu willen.
Chron. Mainz
1, 60, 3
(
rhfrk.
,
15. Jh.
):
daz sie die nesten zukonftigen zehen jare mit dun und gefollig sin wollen.
Erben, Omd. Chrestomathie
96, 30
(
omd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Du salt gevolgik wesen dyme widdirsasen, so du mit im in dem wege bist.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
251, 8
(
thür.
,
1474
):
darumbe daz er ym gefolgig unde behulffen were.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
44, 2, 10
(
schles.
,
1385
):
des was her gefulgik vnd lis das besteen.
Pfeiffer, Frk.-bay. Landfr.
237, 29
(
nobd.
,
1405
):
daz sie dem, den wir in zu einem haubtman geben, gehorsam und gevolgig sein.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
444, 16
(
nobd.
,
n. 1525
):
das alle inwoner [...] der oberkait [...] iren zimlichen gebotten und verbotten geharsam, gewertig und gevolgig sein [...] sollen.
Lexer, Tucher. Baumeisterb.
37, 14
(
nürnb.
,
1464
/
75
):
ob im seiner gesellen einer oder mer nit gefolgig, fugsam oder eben wern, so soll er das einem paumeister zu wissen thun.
Sachs
15, 99, 7
(
Nürnb.
1559
):
Mardoche, lieber vetter mein, | Ich wil dir gantz gefölgig sein.
Vetter, Pred. Taulers
169, 20
(
els.
,
1359
):
disen menschen, der Gotte alsus gevoͤlgig ist.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
159, 1
(
els.
,
1362
):
Er pinigete sinen lip daz er gefolgig wurde zuͦ allen wercken.
Sappler, H. Kaufringer
7, 77
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
er ist allweg gefölgig mir; | ich pring in darzuo, das er dir | nicht übels füegen sol noch mag.
Barack, Zim. Chron.
3, 481, 13
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
graf Ott seie darnach sein gefolgiger lerjunger worden.
V. Anshelm. Berner Chron.
4, 183, 13
(
halem.
,
n. 1529
):
Wir biten uch, unsern hern gefoͤlgig zesin.
Karnein, de amore dt.
82, 164
(
moobd.
,
v. 1440
):
darumb beger ich dein zu ainer lerejnn vnd maisterjnn, wann deiner lere vnd geboten wil ich gern mit allen dingen geuolgig vnd vnder tänig sein.
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 479
;
Voc. inc. teut. h
iijr
;
Serranus
78r
;
Maaler
178r
;
Dief./Wü.
607
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
123
;
Schwäb. Wb.
3, 166
;
Schweiz. Id.
1, 813
.