gebieter,
der
 ;
-s/-Ø
.
›Herrscher, Gebieter, Herr, Befehls-, Machthaber‹; häufig in der Anrede an den christlichen Gott oder Christus;
vgl.  34.
Gehäuft Texte religiösen und didaktischen Inhalts.

Belegblock:

Feudel, Evangelistar
118, 32
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
Jhesus, gebyter, irbarme dich ubir uns.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Lk.
5, 5
(
osächs.
,
1343
):
Gebitêre, durch dise gancze nacht habe wir geerbeitet und habin nichtis nicht gevangen.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
23, 37
(
nobd.
,
15. Jh.
):
das dy nachbawern von Ascha sein oberster behuder der welde und oberster gebieter uber die welde.
Mayer, Folz. Meisterl.
15, 2
(
nobd.
,
v. 1496
):
Keyser, kung, furst, graff, herczog frey, | Gepiter des weiten umcreiß.
Gille u. a., M. Beheim
453, 1092
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Obrister gebieter waz er | aller welt in dem ganczen her.
Reichert, Gesamtausl. Messe
58, 4
(
Nürnb.
um 1480
):
nach solcher verainigung habent das kriegsvolck dem kaiser als irem obristen gepieter [...] ainen harten, gewonlichen aidt geschworen.
Vetter, Pred. Taulers
171, 7
(
els.
,
1359
):
herre gebieter [Jhesus], wir han alle dise nacht gearbeit und enhan nút gevangen.
Roloff, Brant. Tsp.
1167
(
Straßb.
1554
):
Er soll ewer Herr und gebieter sein.
Chron. Augsb.
9, 136, 21
(
schwäb.
,
1544
/
5
):
bis er zuletzt als ain imperator und ainiger gepieter von dem römischen volck benennet.
Voc. Teut.-Lat. k iijr;
Maaler
159v
;
Türk, Wortsch. Dietr. v. Gotha.
1926, 31
;
Bücher, Berufe Frankf.
1914, 49
;
Dietz, Wb. Luther
2, 25
;
Pfälz. Wb.
3, 89
;
Schweiz. Id.
3, 89
.