gaukelwerk,
vereinzelt mit Uml. des Bestimmungswortes,
das
;
-s/–
.
›Gaukelei, Gaukelspiel, Narrenpossen, trügerisches Blendwerk‹;
vgl.  123.

Belegblock:

Luther, WA
10, 1, 2, 391, 5
(
1526
):
so mache man kein gauckelwerck darauß auß den Mirackeln und wunderzaychen.
Ebd.
30, 2, 452, 25
(
1530
):
Mit dem gewissen wort Gotts vngewis handeln vnd damit geückelwerck treiben.
Sachs
20, 500, 32
(
Nürnb.
1563
):
ist doch als [alchimey] nur gauckelwerck.
Ebd.
22, 446, 19
(
Nürnb.
1548
):
Die lantfarer die lewt ser plenden, | Grosen unkost daran zw wenden, | Verhaissen aim ain gulden perck, | Und ist doch lauter gauckel-werck.
Anderson u. a., Flugschrr.
29, 7, 13
([
Augsb.
]
1524
):
So viel dañ das ander menschen gesatz vñ gauckelwerck selber zuͦ boden.
Wyss, Luz. Ostersp.
3, 88, 110
(
Luzern
1616
):
Die gantze kleidung muͦß auch han | vil seltzamer schnüer vnd Fransen dran, | Gold, silber knöpff vnd passement, | vnd ist deß gaugel wercks kein end.
Turmair
4, 50, 12
(
moobd.
,
1522
/
33
):
die menschen [...] hieltens für göckelwerk und alter weiber rockenmärlin.
Dietz, Wb. Luther
2, 15
;
Schwäb. Wb.
3, 101
.