gaukelspiel,
gakelspiel,
das
;
auch
-Ø/-e
, auch
.
›Spiel des Gauklers, Zauberei, Taschenspielerei, Narrenpossen‹;
vgl.  123.
Syntagmen:
das g. auslegen / machen / treiben / verrichten; das g. des teufels
.
Wortbildungen:
gaukelspieler
(a. 1536).

Belegblock:

Kochendörffer, Tilo v. Kulm
4466
(
preuß.
,
1331
):
Wen si liber hatten vil | Hi der lute koukil spil.
Luther, WA
30, 3, 310, 22
(
1531
):
da die Pfaffen auff den begengnissen und Kirchweyhung odder Patron festen so leicht fertig mit dem Sacrament handelten, als were es ein gauckel spiel.
Reissenberger, Väterb.
16283
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Und mit des tuvels gokelspil | Triben kurzwile vil.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
6736
(
rhfrk.
,
um 1405
):
Da dun ich sij arbeit horen, | Gauckelspiele bij andern doren.
Gille u. a., M. Beheim
351, 24
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Ich daz mit warhait sprich: | in sölchem gakelspil | vint man der narren vil.
Stackmann u. a., Frauenlob
10, 10, 9
(Hs. ˹
nobd.
,
3. V. 15. Jh.
˺):
Die werlt ist sam ein gougelspil.
Barack, Zim. Chron.
2, 300, 31
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Also hat er diss und ander gaugelspill ob dem disch mit seiner junkerschaft getriben.
Ebd.
4, 128, 29
:
Also muess der böss gaist sein gaugelspill mit den einfeltigen leuten verrichten.
Diehl, Dreytw. Essl. Chron.
221, 28
(
schwäb.
,
1560
):
ein solch triumpff mit fechten, spilen, als kurtzweill vill schalcks naren und andere gockelspill.
Lemmer, Brant. Narrensch.
110a
, 185 (
Basel
1494
):
Wann man die eyger schlecht vnd spalt | Vnd ander des glich gouckelspil | Dar von ich yetz nit schriben wil.
Niewöhner, Teichner
305, 9
(
moobd.
,
1360
/
70
):
da pey ist dw werlt bechant | daz sew ist ein gaukel spil.
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 451
;
Schmid, Pilgerreisen.
1957, 413
;
Dasypodius
328v
;
Dietz, Wb. Luther
2, 15
;
Schwäb. Wb.
3, 101
;
Schweiz. Id.
10, 142
.