gaukelei,
die
;
–/-en
.
›Blendwerk, Gaukelspiel, Possen‹;
vgl.  123.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
18549
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
So nennet man in Anticrist | Und tut in zouberliche list | Unde goukelie leren.
Froning, Alsf. Passionssp.
1576
(
ohess.
,
1501 ff.
):
das ich nach nye yn buchern hon fonden | beyde oben und unden, | das das an zaubern mochte gescheen | [...] und an geuckelij.
v. Ingen, Zesen. Ged.
388, 19
(
Breslau
1641
):
Ich halte nichts auff Geld | Auff Ehre die vergeht und Gaukeley der Welt.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
136, 23
(
Nürnb.
1548
):
Aber es ist nur ein gespenst / vnd / wie wirs auffs Teudsch heissen / Ein gaukeley.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
13, 6
(
Straßb.
1650
):
Darumb [...] ist es lauter umbsonst vnd vergebens mit den gaukeleyen und beschwörungen, damit ihr vmbgehet.
Henisch
253
(
Augsb.
1616
):
Behendigkeit ist keine Gauckeley. Was stercke nicht kan / das thut behendigkeit.
Heidegger. Mythoscopia
42, 19
(
Zürich
1698
):
daß wir Christen [...] Heydnischen Gaukeleyen villeichter entrathen moͤchten.
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1932, 111
;
Dietz, Wb. Luther
2, 13
;
Schwäb. Wb.
6, 1984
.